Er schaut auf meinen Wandel, sieht in mein Herz hinein;
Er ist mein Fels, mein Hoffen und meine Zuversicht;
Er überhört mein Bitten und meine Klage nicht.
Ich schlafe oder wache, er ist mir zugewandt,
Drum geb' ich meine Seele getrost in seine Hand.
Und auch mein Leib, er bietet dem bangen Zagen Trutz.
Was kann ich denn noch fürchten, ist Gott, der Herr, mein Schutz!
Allgütiger! Du hast wiederum den Schlummer nach süßer Ruh' von meinem Auge verscheucht, hast mich wieder neu gestärkt erwachen lassen zum lichten Tage. O segne mir auch diesen Tag, daß ich Gutes an ihm verrichte, daß ich die Pflichten erfülle, die Du als mein Anteil mir zugemessen hast. Hüte mich vor Unglück und Gefahren und laß auch heute mich weiser und besser werden. Amen!
——————