Dankgebet für Hilfe aus der Not.
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Mein Gemüt ist heiter, mein Herz ist leicht! Die Not und die Betrübnis sind gewichen, und mit Freudigkeit schaue ich wieder in die Zukunft! Das war Dein Werk, mein Gott, mein gütiger Erlöser! Danken will ich Dir im Staube, Du hast mir wohlgetan, Du hast meine Gebete erhört, und ich bin nicht leer zurückgekehrt von meiner Annäherung zu Dir.
„Heil denen, die auf Dich vertrauen.“ „Nahe ist Gott allen, die ihn rufen, die zu ihm flehen in Wahrheit.“
„Ist Gott mein Hirt, so wird der Schutz mir nimmer fehlen. Er lagert mich auf grüner Weide, er leitet mich an stillen Bächen, er labt mein schmachtendes Gemüt und führt mich auf gerechtem Steige zu seines Namens Ruhm. Und wall' ich auch dahin im düstern Tal der Schatten, so wall' ich ohne Furcht, denn du begleitest mich, Dein Stab und Deine Stütze sind immerdar mein Trost.“
Nimm hin, mein Gott, den Preis für Deine Liebe in den Worten des erhabenen Sängers. Du bist mein Fels und meine Zuversicht jetzt und alle Zeit. Amen!
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Gebet bei einem freudigen Ereignis.
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Allgütiger Lenker der Schicksale! Wenn Sorge und Kummer mein Herz beschwerte, da fand ich den Weg zu Dir, da flehte ich um Deine Hülfe; wenn zaghaft ich bangte vor der Zukunft, da suchte ich demutsvoll Deinen Beistand! Wie wäre es sündhaft, wenn ich nun, da meine Seele voll ist der freudigen Erregung, nicht auch mich in Demut Dir nahen wollte, um meinen Dank vor Dir zu bekunden! Ja ich weiß es, alles Gute kommt von Dir, und so Du es nicht gewollt hättest, so hätten alle Mächte der Erde mir mein Glück nicht bereiten können. Aber auch zum Genusse desselben bedarf ich Deiner Gnade, darum will ich mit meinem Danke auch meine Bitte vereinigen. O Herr! gib mir Weisheit, das Geschenk Deiner Güte würdig anzuwenden, laß mich nicht übermütig sein und Dein vergessen, laß mich im Gefühle des Glückes nicht das Leid meines Nebenmenschen aus dem Auge verlieren. O Herr! mein Gott, bestätige auch Du die Freudigkeit, der ich so gern mich hingebe, damit ich nicht für Glück annehme, was nur Versuchung ist, damit es nicht ein trügerischer Schein sei, den ich für Wahrheit halte. Nicht vor Menschenaugen, sondern nur vor Deiner Allwissenheit ist das Ziel der Dinge offenbar, o, segne mich mit Deiner Huld, daß das Gute mich auch zum Guten führe. Weiß ich es doch, daß immer und immer das Beste von allem Gutem ist, Dich zu lieben, Dir zu vertrauen und in Deinen Wegen zu wandeln. Dazu gib mir Kraft und Willen heut und alle Tage meines Lebens! Amen!