Gebet in Zeiten allgemeinen Drangsals.
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Herr und Vater! Böse Zeiten sind über uns hereingebrochen, Kummer und Traurigkeit erfüllen jegliches Herz, Trübsinn und Zaghaftigkeit jeglichen Geist. Ratlos stehen wir vor der Gefahr, angstvoll vor dem feindlichen Verhängnis. Wer aber, o Herr, sollte zweifeln an Deiner Weisheit und Gerechtigkeit! Muß nicht vielmehr die Überzeugung in uns lebendig werden, daß eben Du es bist, der seine strafende Hand ausgestreckt hat über die Menschen, daß sie in Demut ihrer Niedrigkeit inne werden, daß sie ablassen von allem Stolz und allem Dünkel und wiederum in dem gemeinsamen Gefühle ihrer vollständigen Abhängigkeit von Deinem Willen, mächtig hingedrängt werden zum Gebete, tief im Staube vor Dir. Und dieses Gebet, gnadenreicher Gott, laß es vor Dich kommen, schaue freundlich auf uns vom Throne Deiner Barmherzigkeit. Laß es genug sein und wende ab von uns Leid und Not. Gebiete dem Engel des Verderbens, den Du ausgesandt, daß er ablasse von seiner Züchtigung. (Sende den Engel des Friedens, daß er wiederum einkehre in unsere Mitte.) Wahrlich! Du bist der Herr, „dessen Zorn nur einen Augenblick und dessen Gnade lebenslang währet,“ darum „verbirg nicht ferner Dein Angesicht vor uns, vergiß nicht ferner unser Leid und Elend“. „Stehe auf zu unserer Hilfe und erlöse uns um Deiner Liebe willen.“ Amen!
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Jahrzeit-, Friedhof-Gebete und Totenfeier.
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1. Jahrzeit-Gebete.
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Gebet am Jahrestage vom Tode des Vaters.
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