Fritz.
Was zahlst Du hier?
Pätus. Ich zahle—Wahrhaftig, Bruder, ich weiß es nicht. Es ist ein guter ehrlicher Philister, bey dem ich wohne: seine Frau ist freylich bisweilen ein bischen wunderlich, aber mags. Was gehts mich an? Wir zanken uns einmal herum und denn laß ich sie laufen: und die schreiben mir alles auf. Hausmiethe, Kaffee, Tabak; alles was ich verlange, und denn zahl' ich die Rechnung alle Jahre, wenn mein Wechsel kommt.
Fritz.
Bist du jetzt viel schuldig?
Pätus. Ich habe die vorige Woche bezahlt. Das ist wahr, diesmal haben Sie mirs arg gemacht: mein ganzer Wechsel hat herhalten müssen bis auf den letzten Pfennig, und mein Rock, den ich Tags vorher versetzt hatte, weil ich in der äussersten Noth war, steht noch zu Gevattern. Weiß der Himmel, wenn ich ihn wieder einlösen kann.
Fritz.
Und wie machst Dus denn itzt?
Pätus.
Ich?—Ich bin krank. Heut morgen hat mich die Frau
Räthin Hamster invitiren lassen, gleich kroch ich ins
Bett …
Fritz.
Aber bey dem schönen Wetter immer zu Hause zu sitzen.
Pätus. Was macht das? des Abends geh ich im Schlafrock spatzieren, es ist ohnedem in den Hundstagen am Tage nicht auszuhalten—Aber Potz Mordio! Wo bleibt denn mein Kaffee? (pocht mit dem Fuß) Frau Blitzer!—Nun sollst Du sehn, wie ich meinen Leuten umspringe—Frau Blitzer! in aller Welt Frau Blitzer. (klingelt und pocht)—Ich habe sie kürzlich bezahlt: nun kann ich schon breiter thun—Frau …
Frau Blitzer. (tritt herein mit einer Portion Kaffee.)
Pätus.
In aller Welt, Mutter! wo bleibst Du denn? Das Wetter
soll Dich regieren. Ich warte hier schon über eine
Stunde—