Rehaar. (ruft ihm nach)
Auf den Nachmittag—Konzertchen!—
Fünfte Scene.
Zu Königsberg in Preußen. Geh. Rath. Gustchen. Major. (stehn in ihrem Hause am Fenster)
Geh. Rath.
Ist ers?
Gustchen.
Ja, er ist's.
Geh. Rath. Ich sehe doch, die Tante muß ein lüderliches Mensch seyn, oder sie hat einen Haß auf ihre Nichte geworfen und will sie mit Fleiß ins Verderben stürzen.
Gustchen.
Aber Onkel, sie kann ihm doch das Haus nicht verbieten.
Geh. Rath. Auf das, was ich ihr gesagt?—Wer will's ihr übel nehmen, wenn sie zu ihm sagte: Herr von Seiffenblase, Sie haben sich auf einem Kaffeehause verlauten lassen, Sie wollten meine Nichte zu Ihrer Mätresse machen, suchen Sie sich andre Bekanntschaften in der Stadt; bey mir kommen Sie unrecht: meine Nichte ist eine Ausländerin, die meiner Aufsicht anvertraut ist; die sonst keine Stütze hat; wenn sie verführt würde, fiel' alle Rechenschaft auf mich. Gott und Menschen müßten mich verdammen.
Major.
Still Bruder! Er kommt heraus und läßt die Nase
erbärmlich hängen. Ho, ho, ho, daß Du die Krepanz!
Wie blaß er ist.
Geh. Rath.
Ich will doch gleich hinüber, und sehn was es gegeben hat.