Mary. Was ist daran gelegen?—Laßt Gift aussetzen.
Stolzius. Da muß ich ein versiegeltes Zettelchen von Ihnen haben.
Mary (unwillig). Warum kommt Ihr mir denn just jetzt?
Stolzius. Auf den Abend hab ich nicht Zeit, Herr Lieutenant—ich muß heute noch bei der Lieferung von den Montierungsstücken sein.
Mary. Da habt Ihr meine Uhr, Ihr könnt ja mit meinem Petschaft zusiegeln. (Stolzius geht ab—Mary tritt wieder zur Gesellschaft.) (Eine Symphonie hebt an.)
Desportes (der sich in einen Winkel gestellt hat, für sich). Ihr
Bild steht unaufhörlich vor mir—Pfui Teufel! fort mit den Gedanken.
Kann ich dafür, daß sie so eine wird. Sie hat's ja nicht besser
haben wollen.
(Tritt wieder zur andern Gesellschaft, und hustet erbärmlich.)
Mary (steckt ihm ein Stück Lakritz in den Mund. Er erschrickt. Mary lacht).
Zehnte Szene
In Lille. Weseners Haus. Frau Wesener. Ein Bedienter der Gräfin.