Weibsperson (geht fort, ohne zu antworten).

Wesener. Mich deucht, sie seufzte so tief. Das Herz wird mir so
schwer. (Zieht den Beutel hervor.) Wer weiß, wo meine Tochter itzt
Almosen heischt. (Läuft ihr nach, und reicht ihr zitternd ein Stück
Geld.) Da hat Sie einen Gulden—aber bessere Sie sich.

Weibsperson (fängt an zu weinen). O Gott! (Nimmt das Geld und fällt halb ohnmächtig nieder.) Was kann mir das helfen?

Wesener (kehrt sich ab und wischt sich die Augen. Zu ihr ganz außer sich). Wo ist Sie her?

Weibsperson. Das darf ich nicht sagen—Aber ich bin eines honetten
Mannes Tochter.

Wesener. War Ihr Vater ein Galanteriehändler?

Weibsperson (schweigt stille).

Wesener. Ihr Vater war ein honetter Mann?—Steh Sie auf, ich will
Sie in mein Haus führen. (Sucht ihr aufzuhelfen.)

Wesener. Wohnt Ihr Vater nicht etwan in Lille—

(Beim letzten Wort fällt sie ihm um den Hals.)