Wesener (schreie laut). Ach meine Tochter!

Marie. Mein Vater! (Beide wälzen sich halbtot auf der Erde. Eine
Menge Leute versammlen sich um sie, und tragen sie fort.)

Fünfte und letzte Szene

Des Obristen Wohnung. Der Obriste Graf von Spannheim. Die Gräfin La
Roche.

Gräfin. Haben Sie die beiden Unglücklichen gesehen? Ich habe das
Herz noch nicht. Der Anblick tötete mich.

Obrister. Er hat mich zehn Jahre älter gemacht. Und daß das bei meinem Corps—ich will dem Mann alle seine Schulden bezahlen, und noch tausend Taler zu seiner Schadloshaltung obenein. Hernach will ich sehen, was ich bei dem Vater des Bösewichts für diese durch ihn verwüstete Familie auswirken kann.

Gräfin. Würdiger Mann! nehmen Sie meinen heißesten Dank in dieser Träne—das beste liebenswürdigste Geschöpf! was für Hoffnungen fing ich nicht schon an von ihr zu schöpfen.

(Sie weint.)

Obrister. Diese Tränen machen Ihnen Ehre. Sie erweichen auch mich.
Und warum sollte ich nicht weinen, ich, der fürs Vaterland streiten
und sterben soll; einen Bürger desselben durch einen meiner
Untergebenen mit seinem ganzen Hause in den unwiederbringlichsten
Untergang gestürzt zu sehen.

Gräfin. Das sind die Folgen des ehlosen Standes der Herren Soldaten.