Marie. Frau Weyher.
Desportes. Wo wohnt sie?
Marie. Gleich hier, an der Ecke beim Brunnen.
Desportes. Da komm ich hin, und da kommen Sie auch hin, so gehn wir miteinander in die Komödie. (Wesener kommt mit einer großen Schachtel Zitternadeln. Marie winkt Desportes lächelnd zu.)
Wesener. Sehen Sie, da sind zu allen Preisen—Diese zu hundert
Talern, diese zu funfzig, diese zu hundertfunfzig, wie es befehlen.
Desportes (besieht eine nach der andern, und weist die Schachtel
Marien). Zu welcher rieten Sie mir?
(Marie lächelt, und sobald der Vater beschäftigt ist, eine herauszunehmen, winkt sie ihm zu.)
Wesener. Sehen Sie, die spielt gut, auf meine Ehr'.
Desportes. Das ist wahr. (Hält sie Marien an den Kopf.) Sehen Sie auf so schönem Braun, was das für eine Wirkung tut. O hören Sie, Herr Wesener, sie steht Ihrer Tochter gar zu schön, wollen Sie mir die Gnade tun, und sie behalten.
Wesener (gibt sie ihm lächelnd zurück). Ich bitte Sie, Herr Baron, das geht nicht an—meine Tochter hat noch in ihrem Leben keine Präsente von den Herren angenommen.