»Dann –?«

»Dann will ich wiederkommen –«

»Und mich holen?«

»Dich holen.«

»Gelobst du das?« Caspar heftete einen suchenden und wie ein mattes Flämmchen erlöschenden Blick auf den Grafen. Da der Widerschein des Schnees die Nacht erhellte, konnte jeder des andern Züge deutlich unterscheiden.

»Ich gelob’ es.«

»Du gelobst es, aber wie kann ich’s wissen?«

Stanhope geriet in eine sonderbare Bedrängnis; dies Gegenüberstehen zu solcher Stunde, die immer herrischer, stürmischer werdenden Fragen des Jünglings wirkten wie Gespensterschauer auf seine Einbildungskraft. »Reiß mich aus deinem Herzen aus, wenn es nicht geschieht,« murmelte er dumpf; er mußte in diesem Augenblick lebhaft des Mannes gedenken, der vom Teufel lebendigen Leibes in den feuerspeienden Vesuv geschleudert wurde.

Und Caspar darauf: »Was kann mir das nützen? Sag mir den Namen, sag mir ihren Namen, sag mir meinen Namen.«

»Nein! niemals! niemals! Aber glaube mir nur. Es wacht ein Gott über dir, Caspar. Es kann dir nichts versagt sein, denn du hast die Kaufsumme für das Glück zum voraus entrichtet, die wir andern täglich in kleiner Münze bezahlen müssen. Und bezahlt muß werden, alles muß bezahlt werden, das ist der Sinn des Lebens.«