»Gut,« entgegnete der Polizeileutnant, »ich werde Sie morgen früh abholen, und dann gehen wir mit dem Heft zum Präsidenten.«
Hickel wollte Zeit gewinnen. Er hatte natürlich keine Lust, das Tagebuch in die Hände Feuerbachs kommen zu lassen, gerade dies zu verhindern, hatte er Auftrag, und er überlegte, was zu tun sei. Was Caspar betrifft, so stahl er sich gegen Mittag aus dem Haus und lief in die Wohnung des Präsidenten, um sich zu beschweren. Feuerbach war im Senat; Caspar vertraute seine Sorge der Tochter an, und diese versprach dem Vater Bericht zu geben.
Nachmittags läutete es bei Quandts, und der Präsident trat ins Zimmer. Mittlerweile hatte Caspar, um auch diesem sonst verehrten Mann den gehüteten Schatz nicht ausliefern zu müssen, sich eine Ausrede erdacht, und als der Präsident im Beisein Quandts nach dem Tagebuch fragte und ob es wahr sei, daß er es nicht zeigen wolle, sagte er schnell, er habe es verbrannt.
Da gab es dem Lehrer einen Ruck, und er konnte sich eines zornigen Ausrufs nicht enthalten.
»Wann haben Sie es verbrannt?« fragte Feuerbach ruhig.
»Heute.«
»Und warum?«
»Damit ich’s nicht hergeben muß.«
»Warum wollen Sie es nicht hergeben?«
Caspar schwieg und starrte zu Boden.