»Bin zu schwach; vergehen mir gleich die Gedanken.« Und nach einer Weile sagte er wie für sich, seltsam leiernd: »Das ermüdete Haupt bittet um Ruhe.«

»So will ich ein Gebet sprechen,« fuhr der Pfarrer fort, »beten Sie im stillen mit. Vater, nicht mein –«

»Sondern dein Wille geschehe,« vollendete Caspar hauchend.

»Wer hat so gebetet?«

»Der Heiland.«

»Und wann?«

»Vor – seinem – Sterben.« Bei diesem Wort sträubte sich sein Körper empor und über sein Gesicht ging ein höchst qualvolles Zucken. Er knirschte mit den Zähnen und schrie dreimal gellend: »Wo bin ich denn?«

»Aber, Hauser, in Ihrem Bett sind Sie,« beruhigte ihn Quandt. »Es kommt ja bei Kranken öfter vor, daß sie sich an einem andern Ort zu befinden wähnen,« wandte er sich erklärend an den Pfarrer Fuhrmann.

»Geben Sie ihm zu trinken,« sagte dieser.

Die Lehrerin brachte ein Glas frisches Wasser.