(wandert unruhig hin und her)

Ist ein feines Geschöpflein, und kann sich nicht abfinden mit ihrem begehrlichen Gemüt. Nährst du’s, frißt’s dich auf. Mußt es ziehen lassen, als ob’s ne Wolke wär’. Die eine Wolke könnt ich ja vertragen, wird nicht gleich Blitz und Donnerwetter geben. Eheweisheit ist ein ander Ding denn Amtsweisheit. (Schaut auf die Uhr.) Die Zeit ist mir schon wieder davongelaufen. (Wie er zur Tür will, klopft es.) Herein!

Leutnant Amandus Schlözer

(tritt von rechts an. Er ist einundzwanzig Jahre alt, sehr schlank, mit einem gut markierten, charaktervollen Gesicht und Augen, in denen sich der Romantiker verrät. Sein Betragen schwankt zwischen Schüchternheit und soldatischer Offenheit und Kürze. Er trägt die preußische Infanterieuniform)

Verzeihung, Herr Domänenrat, wenn ich Sie störe – (Verbeugt sich, grüßt militärisch.)

Lang

(flüchtig)

Guten Morgen, Herr Leutnant. Ich weiß nicht, ob meine Frau Sie empfangen kann ...

Schlözer

Ich möchte, Herr Domänenrat, wenn ich Sie nicht von dringenden Geschäften zurückhalte, ein paar Worte mit Ihnen allein –