Noch immer krank! Doch dürften einige energische Dosen Ricinusöl bald helfen, besonders da die mehrere Tage hindurch verschwundene Sonne wieder sichtbar wird. – Abends ist der ganze Horizont in Flammen: hunderte von Blitzen zucken fort und fort auf, besonders in der Richtung nach Sumatra. Die Luft ist von Elektricität übersättigt; manchmal scheinen förmliche Vulcane aufzuschiessen – ein grandioses Schauspiel. – Um 1 Uhr weckt mich Mersa: die Mastspitzen, alle Raaen, überhaupt alle Vorsprünge des alten »Poseidon« stehen in Flammen! Ueberall brennt gleichsam eine senkrechte Kerze. – Es ist das Feuer von Sant Elmo! Nach einer halben Stunde hat Alles aufgehört: die Kerzen sind verlöscht, die Blitze und Vulcane verschwunden, das Schiff ist wieder im Finsteren, nur von der Maschine und den wenigen Laternen erhellt. Ich krieche auf meine Matratze zurück und sehe zu meinem Bedauern, dass die Anderen dies herrliche Naturspiel verschlafen haben!

29. December.

Pulo Penang. – Wir ankern seit Morgengrauenin einer entzückenden Bucht: westlichdie dunkelgrüne Insel, ganz mit dichtemLaub bewachsen, sehr gebirgig, hie und daweiss getünchte Häuschen, welche aus denBäumen und Sträuchern hervorleuchten;gleich neben uns ein Theil der Stadt (Georgetown)mit grossen Warenlagern (Go-downs),dem Gefängnis, der Signalstation, an derenMastbaum bereits unsere (die Lloyd-) Farbenflattern, – östlich die kaum zwei Seemeilenentfernte Küste des Festlandes, der HalbinselMalacca, des »goldenen Chersonnes«, hierder englischen Provinz Wellesley, nichts wieendlose Reihen schlanker Cocospalmen; imfernen Norden ein hoher kegelförmiger Berg,der schon zu Siam gehört, – das Endzielmeiner Fahrt rückt schon sehr nahe! Umuns und die zahlreichen anderen Schiffe wimmeltes von Sampans, kleinen hochbordigenBooten, deren Ruderer theils splitternacktebraune Malayen mit grossen Palmenhüten,theils gelbe bezopfte Chinesen, durch Schreienund Winken Passagiere zu gewinnen trachten.Einige kräftige Ruderschläge des CaptainsGig, und wir landen an dem kleinen Pierder »Bethelnussinsel«. – Ein ostindischerPoliceman verschafft den üblichen gedecktenWagen, und hinaus geht es lustig dem Innernzu: derselbe dunkelrothe feuchte, vollkommenglatte Boden wie in Ceylon, auf demdie Räder des »Gharry« geräuschlos rollen;dieselbe schwere, regengeschwängerte Luft;dieselbe drückende Hitze – doch die Dysenterieist geschwunden; wie wir die Stadthinter uns haben, kommen die prächtigstenPalmen- und Banianenwälder zum Vorschein,kaum dass die sauber gehaltenen Bungalowsmit den breiten Verandas die Existenz einerStrasse verrathen, – die Wipfel der Bäumevereinigen sich über die Chaussée, nichtswie Duft und tiefe gesättigte Farbe: grün,roth, braun, – die Trauer, die düstere Stimmungder letzten Woche ist geschwunden,fröhlich und lustig langen wir am Victoriaparkan, wo trotz Schimpfens und Fluchensder malayische Autemedon das Weiterfahrenenergisch verweigert. – Eine Verständigungist nicht möglich, eine am Eingang des Gartensangebrachte englische Tafel spricht von»den dem Schutze des Publicums anvertrautenAnlagen, etc.« (ganz wie im WienerStadtpark), aber vom Fahren kein Wort, –da erscheint zu unserer Freude unter lautemJubel Freund Mersa in Mufti, weiss mit grossemSonnenhut: er will auch die Kühle desWasserfalles geniessen, hat, wie bei jederReise, die Geschäfte des Aus- und Einladensdem Secondo überlassen und steigt, nachdemer uns das Benehmen des Kutschers erklärt,durch den nett gehaltenen Park links einenziemlich steilen Weg hinauf, – üppige Vegetation,Schlingpflanzen von Baum zu Baum,dunkelblaue Riesenschmetterlinge, – an denFelswänden schnattern und grinsen die füruns ersten braunen Affen uns entgegen! Nochwenige Schritte und der kleine Wasserfallist vor uns, links eine buddhistische, leiderverschlossene Pagode aus grauem Stein, Allesim tiefsten Schatten, – wundervolle, für dieTropen fast kalte Luft, – der leise Sprühregender Cascade erhöht noch die Labsal;doch nichts dauert ewig etc., eine Stundeder Erholung, unterbrochen durch vergeblicheVersuche Baron Rüdiger's und von mir,einen Stammesgenossen in Form eines Affenherunterzuschiessen, und dann heisst's imLaufschritt die zwei Kilometer wieder hinab;in Schweiss gebadet finden sich alle beimParkeingang und kehren in dem nahe gelegenenAlexandrahôtel (?) ein – zwei mittelsteiner Wandelbahn verbundene hölzerneHäuser, von denen eines nur für Chinesen,das andere auch für Weisse bestimmt ist, –der Khitmatgar, mit einem langen Zopfe behaftet,spricht nur seine einsilbige Muttersprache,doch erhalten wir Thee, Conservenund Albertkuchen, während der Chef miteinem ganz kleinen zahmen Aefflein Freundschaftschliesst. Eine Jinrickshaw fährt heran,darinnen Mr. Harrison im tadellosen Sommeranzugeund braunen steifen Hut, – der Mannkriegt sicher noch den Sonnenstich, dabeiist er so elegant und sauber, dass Sapiehaund ich längst jede Concurrenz mit diesemMusterkammerdiener als vergeblich aufgegebenhaben, – er will natürlich auch zumWasserfall! – Eine Stunde zurück; amWege wird ein im Baue begriffener grosserTempel besichtigt; durch viele breite, langeStrassen mit langweiligen Miethskasernen; ausden oberen Stockwerken lachen recht mittelmässigeChinesenmädeln auf uns herab; eineRazzia beim Photographen, der sehr dürftigversehen ist, ist wenig erfolgreich; – nochstarre Bewunderung und namenloses Staunen:einige Engländer, die in voller Sonnebei ungezählten Wärmegraden um 2 Uhrnachmittags Cricket spielen! Für die vomSchatten eines Banianenbaumes aus zusehendesNatives wohl ein schwer erklärlichesSchauspiel!
CHINESISCHER SAMPAN
 Am »Poseidon« wartet unser ConsulMorstadt, ein liebenswürdiger, intelligenterSchweizer Kaufmann, um seine Aufwartungzu machen und sein tiefes Bedauern darüberauszudrücken, dass wir ihn in seinem schönam Penang-Hill gelegenen Bungalow nichtaufgesucht, – er erzählt vom Aufenthaltedes Grafen Zaluski und der kürzlich hierzur Jagd gewesenen Grafen Wallis und Herberstein.
 Wir haben viele Chinesen am Bord, gegen200, Coolies, die in ihre Heimat zurückkehrenund schon eifrig beschäftigt sind, ihrschwer erworbenes Geld im Hazardspiel wiederzu verlieren. Manche kehren bereits inSingapore um. – Das ganze Vorderdeckwimmelt und duftet von ihnen, auch hatder Commandant, der eine Idiosynkrasiegegen sie hat, die Zugänge zu seiner Cabinemit Brettern einplanken lassen. –Um Sonnenuntergang werden die Ankergelichtet.

PULO PENANG GEORGE TOWN

30. December.

Die »Celestials« am Vorderdeck spielen und essen den ganzen Tag; ein landsmännischer Unternehmer theilt fortwährend riesige Mengen Reis aus, welche ein Chinese nach dem anderen in einer hölzernen Schale abholt. Dabei ist die schon gestern etablirte Bank in vollem Gange, silberne Mexicanos, auch grössere Banknoten fliegen umher, – der Croupier scheint gute Geschäfte zu machen. – Letzter Tag an Bord des alten Meeresgottes, den wir sehr lieb gewonnen; besonders der alte Mersa ist ein Prachtmensch, wenn er noch so sehr über die »maledetti Cinesi« schimpft. – Die lange Ruhe ist nun bald vorbei, – in Singapore, wo wir einige Zeit bleiben sollen, werden Jagen, Segeln, Besuchemachen uns wohl ganz in Anspruch nehmen. – Wir fahren die Küste des »goldenen Chersonnes« entlang, leider ohne viel davon zu sehen, – nur die Gebirgsketten und gegen Abend auch schwache Spuren von Sumatra erinnern daran, dass wir in einer schmalen Meerenge sind.

31. December.

Schon um 5 Uhr auf Deck, – wir steuern durch eine Unzahl kleiner, niedriger Inseln hindurch, mit reichster Vegetation überwachsen, die Aeste der Bäume, die Lianen, fallen fast ins Wasser, – rechts ist auf einem solchen Eilande ein Bungalow versteckt: ein alter Lloydcapitän hat sich dort zur Ruhe gesetzt, – links auf einer Anhöhe ein weitläufiges Gebäude mit hoher Flaggenstange, von der die französische Tricolore weht, es ist die Residenz des Messagerieagenten. – Seegelboote, Frachtdampfer in jeder Grösse und von jeder Nationalität, Sampans mit ihren braunen Ruderern, kommen uns entgegen, rechts erscheinen immer neue Inselchen, links die Wharfs und Quais des neuen Hafens; wir halten vor einem grossartigen »Go-down« der Firma D. Brand & Co., rasselnd fällt der Anker ins Wasser, – Singapore. – Der Consul und gleichzeitig Lloydagent Brand, der mit seinem Compagnon Robert Engler, einem dicken, fröhlichen jungen Frankfurter sofort an Bord eilt, überbringt mit einem grossen Postpacket recht traurige Nachrichten: Der König von Siam, dem Biegeleben seine Creditive überreichen soll, reist am 4. Januar mit grossem Gefolge nach dem Norden seines Landes und bleibt zwei Monate fort, so dass wir entweder den ganzen Zweck der Mission, zu der ich entsendet, aufgeben oder in Singapore bis zum März warten können! Das ist speciell für mich ein harter Schlag, da der Gesandte bald beschliesst, nach Bangkok um kurzen Aufschub der königlichen Expedition zu telegraphiren, im Verweigerungsfalle aber mit dem »Poseidon« nach Hongkong weiter zu fahren, von dort sofort nach Tokio. – Ich, der ich nur zur Creditiveüberreichung in Bangkok mitgeschickt bin, wüsste nicht, was in diesem Falle beginnen, doch bitte ich um Mitnahme nach Japan, wenn auch meine Diensteseigenschaft erlischt. – Hiemit ist Biegeleben ganz einverstanden, und nun heisst es alle Vorkehrungen treffen, denn heute Nachts fahrt ein Dampfer der »Ocean Line« nach Siam, morgen der »Poseidon« nach Hongkong, – also für beide Eventualitäten muss gesorgt werden. – Unser ganzes Gepäck wird Harrison überlassen, der dasselbe in die Stadt bringen wird; wir fahren schleunigst die drei Meilen von Tangong Pagar ins Consulat, wo zahlreiche Briefe und Zeitungen, mittelst der englischen Post früher eingelangt, unser harren, darunter ein Cigarretenetui mit Neujahrsgruss von meiner Mutter. Zu Johnston & Co., deren Director, ein junger Engländer Namens Hooper, mir meinen Creditbrief sowohl nach Bangkok an Sigg & Co. als an die Mercantile Bank in Hongkong ausstellt. – Der Nervus rerum ist sichergestellt. – Sapieha muss, da in den Ländern Sr. Siamesischen Majestät kein Papiergeld coursirt, sein ganzes Gerstel in Mexicanern mitschleppen, so dass er der silbernen Last fast erliegt. – Dann zum »Singapore-Club«, einem schönen, grossen, am alten Hafen gelegenen Hause mit hohen kühlen Sälen und Säulengängen. Hier wird ein üppiges Tiffin mit vorzüglichen Banana-Fritters eingenommen, – dann wieder an die Arbeit, zu John Little am Raffles Square um Cigarren, Conserven, Briefpapier etc. Zurück ins Consulat, wo aus den in einem niedrigen Raume aufgespeicherten Koffern alle Utensilien für »evening dress« ausgepackt werden müssen, denn Brand hat uns zum Essen geladen und wir können in unserer leinenen Montur doch unmöglich erscheinen. – Da versagt mir fast der Muth: die Hitze ist in dem schwülen »Go-down« so ungeheuer, das Aus- und Einpacken aus den verschiedensten Koffern so entsetzlich heiss, dass Sapieha und ich, in Schweiss schwimmend und ganz übermannt, die Partie aufgeben wollen (der Gesandte war mit Brand und Frau in den botanischen Garten gefahren, er hatte ja einen Kammerdiener, wir leider nicht). – Da erscheint um 5 Uhr Herr Engler mit einem Telegramm, das ich zitternd aufreisse: »Der König von Siam, Tschulalonkorn, hat seine Abreise aus Bangkok um einen Tag verschoben, wird den Gesandten daher noch empfangen können« – so depeschirt unser dortiger Consulatsgerent Masius. – Hurrah, das gibt frische Kräfte, und um 6 Uhr rollen Sapieha und ich in einem geschlossenen Gharry zum Brand'schen Bungalow, dem sogenannten Maharadscha-Bungalow, an der Siranganstrasse hinaus. Das Haus heisst auch »Bidadaré«, Engelhügel; früher, als Brand, der Daniel heisst, noch unvermählt war, die »Löwengrube«. Doch hinausfahren und richtig ankommen ist zweierlei: wir rollen wohl über eine Stunde, es ist ganz finster, der Kutscher versteht nur malayisch und kennt den Weg offenbar nicht – alle Augenblicke wird angehalten, schliesslich in einem grossen Garten eingekehrt und vor einem schönen am Hügel gelegenen Hause gehalten, kein Mensch zu sehen! Wir treten ein, besichtigen die Zimmer, die alle beleuchtet, aber leer sind. – Ein chinesischer Boy, der endlich erscheint, spricht kein Wort englisch, – was thun? Da bemerken wir im Speisesaal sechs Plätze gedeckt (also für uns drei, die Hausleute und Engler), das stimmt; auf einem Kasten ist als Monogramm D. B. gravirt – das benimmt jeden Zweifel, und sicher am richtigen Orte zu sein, lassen wir vom »Celestial« unsere Reisesäcke in die bereiten Fremdenzimmer tragen; es ist eben eine ganz verfluchte Geschichte, sich absolut gar nicht verständigen zu können – recht beschämend für unser Menschthum! In den Zimmern befinden sich unter den Divans, deren Decken aufklappen, schmale Treppen, welche in darunter gelegene Badecabinets führen, wo je ein irdener Topf von riesigen Dimensionen, mit Wasser gefüllt, zum Baden einladet. Kaum sind wir im Frack, als Brand's und der Gesandte auftauchen; sie haben sich verspätet, die Herren wechseln rasch Toilette, und um 8 Uhr sitzen wir an einem mit Blumen reizend geschmückten Tische und verzehren ein wahrhaft lucullisches Mahl, – nur die Temperatur ist trotz ununterbrochener Punkah etwas niederschmetternd. Nach Tisch verlassen wir das gastliche, mit vielem Geschmack eingerichtete Bungalow und fahren in den am anderen Ende der Stadt gelegenen deutschen Club »Teutonia«, wo weit über hundert Reichsdeutsche und Schweizer zur Sylvesterfeier versammelt sind. – Festtafeln, sehr viel Sect, sehr viele Reden, Biegeleben hält einen famosen Speech (man sieht, dass er Bonner Corpsstudent gewesen), viel Musik und Männergesang: »Deutschland, Deutschland über Alles«, »Aennchen von Tharau« u. s. w. Zum Schlusse epatantes Feuerwerk, von den zu Tausenden um das Clubhaus versammelten Natives mit wahrem Geheul begrüsst. Gegen 1 Uhr Nachts führen uns die freundlichen Brand's zum Hafen und in ein Sampan, und in wenigen Minuten kraxeln wir die Schiffsleiter der »Hecuba« hinauf, eines kleinen, schmalen, ganz mit Cocosnüssen gefüllten Dampfers der »Ocean Line«. – Der bereits anwesende Musterdiener Harrison empfängt uns mit der frohen Botschaft, die vier Cabinen seien alle von siamesischen Prinzen besetzt, der Capitän sei noch am Land, also keine Abhilfe möglich, – da ist nichts zu machen als ruhig zuzuwarten, – ich schreibe noch einige Zeilen nach Wien, welche ein chinesischer Schiffsjunge für einen Dollar Trinkgeld in einen singaporischen Briefkasten zu werfen verspricht, ein schottischer Maschinist versucht, mich zu einem Whisky und Soda zu bewegen, was ich endlich seinem total besoffenen Zustande zu Liebe hinunterwürge, schliesslich hüllen wir, noch immer in »evening dress«, uns in Plaids, strecken uns am Oberdeck auf chinesische Liegesessel und schlummern, bis zum Tode ermattet, um 4 Uhr Früh ein: Das ist mein erstes »Neujahr« in den Tropen! Um 6 Uhr kommt der Commandant, wir lichten Anker und dampfen langsam in den Golf von Siam – wir schlafen ruhig weiter!

Dienstag 1. Jänner 1889.

 Die weiss angestrichene »Hecuba« mitihrem hellblauen Schornstein (daher dieOcean-Line von Hold & Co. in Liverpool»Blue Funnel Line« genannt wird) ist wohleines der ungemüthlichsten Fahrzeuge, dieje im Meere geschwommen: Cabinen gibt esim Ganzen vier, eine erhält der Gesandte,eine zweite wird Sapieha und mir angewiesen,doch ist sie so schmutzig und ekelhaft undwimmelt dermassen von Ameisen und Schwaben,dass wir sie nur als Repositorium fürsHandgepäck benützen können, – die drittehat ein siamesischer Prinz inne, königlicheHoheit Chowfa Krom Khun Narisranuwattiwongsa,der mit einem etwas englisch sprechendenSecretär und zwei anderen Begleiternvon einer Tour nach Mandalay, der altenHauptstadt Burmas, zurückkehrt; er ist einBruder des Königs (der deren achtzig habensoll) und schreibt den ganzen Tag an einemReisebericht. – Die vierte Cabine bewohnt einamerikanisches Ehepaar, Mr. und Mrs. Neadaus Philadelphia, die wahren »Globetrotters«,die in drei Jahren bereits zweimal um dieErde gefahren, von Siam noch nach Indien,nach Korea und Australien wollen; dabeisind die guten Leute schon an die Sechzig!Die Badehütte lässt an Einfachheit und Unreinlichkeitnichts zu wünschen übrig; amOberdeck, wo wir uns alle in leidlich gutenLiegesesseln niedergelassen, haben eineMenge scheusslicher kleiner Köter, Eigenthumdes sonst gutmüthigen Capitäns, ihrenWohnort aufgeschlagen und zeichnen sichdurch einen merkwürdigen Grad von Zudringlichkeitund dadurch aus, dass sie ringsum uns kleine Tümpel und Häufchen zurücklassen,die die chinesischen Boys höchst seltenwegzukehren belieben. – Die Kost ist elend,das Getränk noch mehr so, unsere Koffersind unter einer vollen Schiffsladung vonCocosnüssen ganz unnahbar, dabei schaukeltund stampft das liebe Schiff wie besessen. –»Was ist uns Hecuba?« frage ich den traurigund blass hingestreckten Chef. »Ein Greuel!«wird prompt geantwortet.