Botanischer Garten mit grossartigem Banianbaume, der mit seinen Luftwurzeln einen ganzen Wald bildet, und schönen seltenen Pflanzen aller Art, Alleen von Palmen, – schönes Museum, wissenschaftlich geordnet wie kein anderes in Indien. Dasselbe umfasst alle Zweige der Naturwissenschaften, besonders interessant ist aber die Abtheilung über indische Kunst und Kunstindustrie. Dieses Museum wäre eines eingehenden Studiums werth, wozu aber viel Zeit gehörte. – Sir Donald Mackenzie Wallace, Privatsecretär Lord Dufferin's. – Zwei Diners bei Heilgers, Concert, Ball im Government House beim Vicekönig, Lord Lansdowne – nette A. D. C.'s, besonders Lord William Beresford und Hamilton. – Bengal-Club, 30 Rupees für 14 Tage. – Bengal-Diener Joomun, alter Moslem, der einst Poche und Kübeck bediente.
16. Februar.
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 SPITZE DES KIN-TSCHIN-TSCHUNGA | | Von Howrah über Saragáth(Ueberfuhr über Ganges, wo ich Hoyos undSzéchényi wieder treffe) nach Siligúri, prachtvolleschmalspurige Gebirgsbahn, anfangsdurch dichten Junglewald, dann über Felswändein kühnen Serpentinen und Curvenempor, an prächtigen üppigen Wäldern undTheeplantagen vorbei (17. Februar) nachDarjeeling, 8000 Fuss – Club, Mr. Paul,C. B. Commissioner – grossartige Aussichtauf »the Snows«, Kinchinjanga (28.156') unddessen ganze mächtige Gebirgskette aus denWolken ragend, grosse Kälte, 0°, Unwetter,Schneesturm. – Warten 17., 18., 19., 20.frierend im Pelz auf besseres Wetter, um dieRanjit-Expedition ins unabhängige Sikhimzu machen durch die zauberhaften waldigenThäler des Ranjit mit den kühnen Hängebrückennach Kalimpong. – Vergeblich. |
21. Februar.
Heute Rückkehr nach Calcutta mit zwei Freunden Poche's, Edw. Beit aus Hamburg und Edw. Ladenburg aus Mannheim, sowie Graf und Gräfin Dönhoff-Seydewitz. – Wieder in milder, warmer Luft!
22. Februar.
| Poche reist mit Messageries
Maritimes nach Madras und in die
Nilghirries. – Ich mit Joomun heute abends
nach Benáres. | | KVTVB MINAR DELHI |
23., 24., 25., 26. Februar.
 | | Benares,Clarke's Hotel, mit Coolidge, Thomas, Andersonund Meredith von der »Palitana«, sowieden zwei Deutschen. Sonnenaufgangam heiligen Ganges, badende Hindu's längsden ausgedehnten Ufern (Ghats), unerhörterReichthum an Farben. – Tempel allerSecten und Städte Indiens, reich verziertund reich vergoldet, heilige Affen, heiligeStiere, heilige Pfauen; Sarnath, ein demAndenken Buddhas geweihter merkwürdigerThurm aus dem 10. Jahrhundert – NautchGirls – Hochzeitszug durch die engenGassen – prächtige silbergeschirrte Pferde,Kinder mit kostbaren Juwelen bedeckt. –Nächtliche Gangesfahrt zum Maharajah vonBenáres. |
 TAJ-MAHAL AGRA |
27., 28. Februar, 1., 2. März.