Am 4. Mai lichteten wir die Anker. Um 1 Uhr nachmittags liefen wir in Gesellschaft des Kriegsschiffs »Portland« und von zwölf Ostindienfahrern in See. Mit dieser kleinen Flotte segelten wir bis zum 10. Mai. Da ich aber wahrgenommen hatte, daß wir mit den übrigen Segelschiffen auf die Dauer nicht in der Schnelligkeit konkurrieren könnten, so signalisierte ich dem »Portland«, er möge mir jemand an Bord senden. Der Kapitän erschien in eigener Person, und ich händigte ihm einen Brief an die Admiralität sowie ferner die Schiffsrechnungsbücher und die Tagebücher der verstorbenen Offiziere ein, da er voraussichtlich vor uns nach England kommen würde. Am 23. Mai verloren wir die ganze Flotte aus dem Gesicht. Am Nachmittag starb mein erster Leutnant Hicks an der Schwindsucht, mit der er schon in England behaftet war; seit Batavia nahm die Krankheit zu. Am Abend bestatteten wir ihn feierlich in des Seemanns Kirchhof, dem Weltenmeer. Unser Takelwerk und unsre Segel waren so schlecht geworden, daß sie fast jeden Tag stückweise in Fetzen gingen. Doch setzten wir unsre Reise ohne Unfall fort. Am 10. Juni erblickte Nikolaus Young, derselbe Schiffsjunge, der Neuseeland zuerst entdeckt hatte, Land; es war Kap Lizard. Am 11. liefen wir den Kanal hinauf; am 12. mittags sahen wir uns Dover gegenüber; und um 3 Uhr kamen wir in den Dünen vor Anker und landeten in Deal.

Bei uns ist ferner erschienen:

Quintessenz der Lebensweisheit und Weltkunst.

Lord Chesterfield

Briefe an meinen Sohn.

Ausgewählt und aus dem Englischen übersetzt von

Dr. Karl Munding.