Dann kam das Ende. Middleton fühlte seine Hand von der des Sterbenden plötzlich mit unglaublicher Kraft erfaßt; der Greis erhob sich und stand, von Hartherz und dem Hauptmann unterstützt, aufrecht auf seinen Füßen. Hoch erhob er das Haupt, hellauf funkelte sein Auge im Abendsonnenstrahl, und wie er einst in seinen jungen Jahren auf den Ruf der militärischen Führer geantwortet hatte, so entrang sich auch jetzt laut und weit vernehmbar seiner Brust ein letztes, bereitwilliges „Hier!“
Seine Seele war entflohen. Sanft ließen sie den Leib wieder in den Sitz zurücksinken. Der älteste der anwesenden Häuptlinge — der greise Le Balafré war's, der Sioux, den der großmütige Hartherz nach jenem Gemetzel am Flusse bei sich aufgenommen hatte — er nahm jetzt das Wort.
„Ein tapferer, ein gerechter und ein weiser Krieger ist nach den glücklichen Jagdgründen seines Volkes gegangen!“ so verkündete er der lauschenden Menge. „Als die Stimme Wakondas ihn rief, da war er bereit mit der Antwort. Geht, meine Kinder, gedenket des gerechten Häuptlings der Bleichgesichter und räumt die Dornen von euren Pfaden!“
Im Schatten einiger mächtigen Eichen gruben sie sein Grab.
Bis auf den heutigen Tag wird dasselbe von den Pawnee-Loups sorgsam gehütet, und oft zeigen sie den Reisenden die Stätte, wo ein guter weißer Mann seinen letzten Schlaf schläft. Der Hauptmann Middleton hatte einen Stein zu Häupten des Grabes aufrichten lassen. Darauf las man Nathaniel Bumppos Namen, sein Alter, einen Spruch aus der Bibel und die Mahnung:
„Möge nie eine frevelnde Hand seine Gebeine stören!“