Der junge Mann schüttelte traurig den Kopf.

„Er starb hochbetagt und hochgeehrt,“ antwortete er.

„Hochbetagt,“ murmelte der Trapper, auf seine mageren Hände niederschauend. „Ja, hochbetagt. Aber Ihr habt ihn oft gesehen, Knabe, nicht wahr? Und auch wohl gehört, wenn er von Unkas und von der Wildnis redete?“

„Gar oft hat er mir davon erzählt,“ nickte der junge Mann, der nicht wußte, wo der Trapper mit seinen Fragen hinauswollte.

Die Augen des Alten glänzten seltsam. „Kommt,“ drängte er, „setzt Euch hier neben mich und laßt mich wissen, was Euer Großvater gesagt hat, wenn er sich an jene Tage im Urwalde erinnerte.“

Lächelnd folgte der andere dieser Aufforderung, während Paul sich ohne weiteres an seiner freien Seite niederließ.

„Tut dem Trapper immerhin den Gefallen, Fremder,“ sagte der Bienenjäger, „alte Leute hören gern von alten Zeiten plaudern, und ich kann wohl sagen, daß auch ich selber Wohlgefallen daran finde.“

„Wenn ich alles berichten wollte, würde Euch die Zeit lang werden,“ versetzte Middleton, „auch ist die Geschichte reich an Blutvergießen und all den anderen Schrecken indianischer Kriegführung.“

„An so etwas sind wir in Kentucky gewöhnt,“ meinte Paul, „außerdem machen ein paar Skalpierungen eine Geschichte nur noch interessanter.“

„Aber er erzählte Euch doch von Unkas, nicht wahr?“ fing der Trapper wieder an. „Und wie dachte und redete er über den Knaben, daheim in seinem reichen, vornehmen Hause und umgeben von allen Bequemlichkeiten der Kolonien?“