„Die Mörder sind auch dort oben gewesen!“ rief die Mutter verzweiflungsvoll. „O meine armen Kinder!“

Ismael aber stürmte ohne ein Wort zu sagen über die Ebene zum Berge und diesen hinauf; seine Söhne folgten ihm in atemloser Hast.


Ellen hatte inzwischen auf dem Felsen treue Wacht gehalten, dabei aber auch ihren Verkehr mit der Bewohnerin des Zeltes nicht vernachlässigt.

Es mochte eine Stunde seit dem Auszuge der Männer vergangen sein, als plötzlich ein halbes Dutzend Mädchenstimmen den Alarmruf erhob.

„Sieh, Ellen,“ riefen Ismaels Töchter, „dort zeigen sich fremde Männer in der Prärie! Ob es die Sioux sind?“

Zugleich griffen sie nach ihren Büchsen und den kurzen Hebeln, mit denen sie die Steine den Abhang hinabzustürzen gedachten.

Ellen schaute prüfend in die Weite. Aus der kleinen Gruppe von Männern, die sich in der Ferne zeigte, sonderte sich jetzt ein Mann ab und kam auf die Felsenburg zu. Schon legten Phöbe und Hetty, die beiden ältesten der Schwestern, mit geübter Hand ihre Büchsen an, als Ellen ihnen zurief:

„Schießt nicht! Das ist kein Feind, das ist ja unser alter Doktor Battius!“

Der kleine Mann kam heran, ein weißes Tuch an seinem Flintenlauf wie eine Parlamentärflagge schwenkend. Die übrigen Männer, drei an der Zahl, folgten ihm in einiger Entfernung. In Rufweite angelangt, erhob der Naturaliensammler seine krähende Stimme.