„Das habe auch ich von den Jägern und Trappern am La-Platte-Flusse gehört.“

„Auch wird gesagt, daß weiße Krieger den Fluß hinaufziehen, um zu sehen, ob sie bei ihrem Kauf nicht betrogen sind.“

„Das trifft leider gleichfalls zu, und bald werden die verwünschten Holzfäller kommen, um den Wald, der so weit und herrlich an dem westlichen Gestade des Mississippi sich ausbreitet, für immer zu vernichten.“

„Wo waren die Häuptlinge der Pawnee-Loups, als dieser Handel abgeschlossen wurde?“ fragte der junge Krieger, während ein Ausdruck zorniger Wildheit über seine Züge glitt. „Darf man eine Nation verkaufen wie ein Biberfell?“

„Ja, und wo waren Ehrlichkeit und Recht und Wahrheit bei diesem Handel?“ entgegnete der Alte erregt. „Aber die Macht ist Recht heutzutage auf Erden, und was die Gewalthaber tun, das müssen die Schwachen gutheißen. Wenn die Gesetze Wahkondas so viel gälten wie die Gesetze der Langmesser, dann, Pawnee, gehörte euch die Prärie so unbestritten wie dem größten Häuptling der Langmesser sein Wohnhaus!“

Der Indianer legte einen Finger nachdrücklich auf des Trappers runzlige Hand. „Die Farbe des Reisenden ist weiß,“ sagte er; „sind die Gedanken seines Herzens gleich den Worten seines Mundes?“

„Der Wahkonda der Weißen hat Ohren, die sich dem Lügner verschließen. Sieh dir mein Haupt an, es gleicht der schneebedeckten Fichte und wird bald im Grabe ruhen. Warum sollte ich mit einer Unwahrheit vor das Antlitz des Großen Geistes treten?“

Der Pawnee warf den Schild über die Schulter, legte die Hand auf die Brust und neigte sich mit würdevoller Anmut vor dem greisen Haar, das der alte Jäger entblößt hatte.

Während Inez vom Esel stieg und Ellen, Middleton und der Bienenjäger sich zum Lagern anschickten, setzten die beiden ihre Unterhaltung fort, in die der Doktor ab und zu in englischer Sprache eine seiner weisen Bemerkungen einzuflechten bemüht war.