„Ja, ja,“ nickte der alte Jäger im Laufe des Gesprächs, „die Pawnees sind eine weise und große Nation, und ihre alten Krieger wissen sicherlich viel Herrliches von den Taten der Vorfahren zu berichten. Die Jäger und Trapper, die ich zuweilen sehe, reden oft von einem mächtigen und berühmten Häuptling deines Volkes.“

„Mein Volk besteht nicht nur aus Weibern. Tapfere Krieger sind nicht spärlich in unseren Dörfern.“

„Das glaube ich. Aber der Ruhm des Häuptlings, den ich meine, geht weit über den eines gewöhnlichen Kriegers hinaus; er wäre selbst eine Zierde des einst so mächtigen, jetzt leider verschollenen Delawarenvolkes gewesen.“

„Solch ein Krieger wird auch einen Namen haben.“

„Sie nennen ihn Hartherz, nach der unerschütterlichen Festigkeit seiner Seele, und der Name gebührt ihm, wenn alles wahr ist, was man von ihm erzählt.“

Der Indianer schaute den Alten an, als wolle er die Tiefen seines Herzens erforschen.

„Hat das Bleichgesicht diesen Krieger meines Volkes schon gesehen?“

„Nein. Vor vierzig Jahren waren Krieg und Blutvergießen mein Beruf, heute bin ich alt und schwach.“

Ein lauter Ruf des unverwüstlichen Paul unterbrach das Gespräch. Der Bienenjäger kam heran, ein indianisches Streitroß am Zügel führend.

„Das ist ein Pferdchen!“ jubelte er. „Kein General in ganz Kentucky kann sich eines solchen Gauls rühmen! Und die Pracht des spanischen Sattels! Und Mähne und Schweif ganz mit Silberkugeln durchflochten! Und solch ein Traber muß aus der Krippe eines Wilden fressen! Ist's nicht ein Jammer, alter Trapper?“