„Vollkommen,“ versetzte Middleton. „Gebe Gott nur, daß es gelinge!“

Der Bienenjäger, den der Alte demnächst von dem Plan in Kenntnis setzte, war ebenfalls ganz einverstanden mit der Flucht, die seinethalben je eher je lieber unternommen werden konnte. Anders der Doktor. Der kleine Mann schreckte vor dem Wagnis zurück und war erst für dasselbe zu gewinnen, nachdem der Trapper ihm die Schrecknisse angedeutet hatte, die in den Dörfern der Sioux möglicherweise seiner harren könnten, und als deren größtes der zaghafte Naturforscher die Aussicht betrachtete, gewaltsam mit einem halben Dutzend alter, häßlicher und mit reichem Kindersegen behafteter Kriegerwitwen verheiratet zu werden.

Darauf wendete der Trapper sich an den ihm zunächst reitenden Indianer, der ihn seit einigen Minuten mit finsterem Argwohn beobachtet hatte.

„Kennt mein Bruder das Tier, auf dem dieses Bleichgesicht reitet?“ fragte er, auf des Doktors Asinus deutend, in der Siouxsprache.

Der Teton betrachtete den Esel; derselbe war ihm in der Tat eine Erscheinung, die ihm noch nie vorher zu Gesicht gekommen. Mit einem zweiten Blick musterte er lange und eingehend den Doktor selber.

„Hält mein Bruder diesen Reiter für einen Krieger der Bleichgesichter?“ fing der Trapper nach einer kleinen Pause wieder an.

„Ein Dakota ist kein Narr!“ lautete die kurze Antwort.

„Die Dakota sind ein weises Volk, ihre Augen sind immer offen,“ nickte der alte Jäger zustimmend. „Ich bin daher sehr erstaunt darüber, daß sie den großen Medizinmann der Langmesser bisher nicht gesehen haben.“

„Hugh!“ kam es über die Lippen des erstaunten und bestürzten Kriegers.

„Der Dakota weiß, daß meine Zunge nicht gespalten ist,“ fuhr der Trapper fort. „Möge er seine Augen weiter auftun. Sieht er nicht einen sehr mächtigen Zauberer?“