Middleton erkannte, daß er nichts Besseres tun konnte, als sich dem alten, erfahrungsreichen Trapper zu fügen; auch der Bienenjäger war bald zu dieser Ansicht gelangt. Sie ließen den Doktor bei den geängsteten Frauen und folgten ihrem greisen Führer zu der Bodenerhebung.

Der Ausblick von hier aus war wohl geeignet, auch das stärkste Herz erbeben zu lassen. Der ganze Horizont war ein Kreis von dichtem Qualm und emporzüngelnden Flammen, die mit reißender Schnelligkeit von allen Seiten herangerückt kamen.

„Da haben wir uns getäuscht, als wir meinten, unsere Fährte vor den Sioux verborgen zu haben,“ sagte der Trapper, langsam in die Runde blickend. „Die Teufel haben gleichzeitig auf allen Seiten das Gras in Brand gesteckt, um uns auszuräuchern, als wären wir Panther oder Kuguare. Wie das Wasser eine Insel umfaßt, so sind wir vom Feuer umringt.“

„Laßt uns aufsitzen und reiten!“ rief der Hauptmann in Verzweiflung.

„Wohin, Knabe? Sind unsere Tetonpferde Salamander, die unverletzt durch das Feuer laufen können? Und hinter jenen Flammen lauern die Sioux mit ihren Pfeilen und Speeren und Messern. Wenn ich nur wüßte, auf welcher Seite die Schufte liegen!“

„Durch die Sioux schlagen wir uns durch!“ rief Paul, seine Ellen umfassend, denn auch die Frauen und der Doktor waren inzwischen herangekommen.

Der Alte schüttelte den Kopf, während sein Blick über den Flammenkreis schweifte.

„Mit Gewalt richten wir gegen diese Übermacht nichts aus,“ entgegnete er, „das wißt ihr so gut wie ich. Aber nun ist genug geredet, jetzt müssen wir handeln.“

„Zu spät!“ rief der Offizier. „Die Flammen sind kaum noch eine Viertelmeile entfernt, und der Wind treibt sie gerade auf uns zu!“