Der alte Trapper war während dieser Zeit von einer Stelle zur anderen geschlendert; das ihm angebotene Nachtlager lehnte er ab, und als alles ruhig geworden war, entfernte er sich ohne ein Wort des Abschieds.
Langsam schritt er in die Nacht hinaus, die von der Sichel des neuen Mondes nur schwach erhellt wurde. Fern vom Lager, auf einer der wellenähnlichen Bodenerhebungen, blieb er stehen, stützte den Kolben der Büchse auf die Erde und versank in tiefes Grübeln. Der Hund legte sich zu seinen Füßen nieder und schien sogleich einzuschlafen. Nach einer kleinen Weile aber ließ er ein dumpfes Geknurr hören, das seinen Herrn veranlaßte, spähend umherzublicken.
In einiger Entfernung gewahrte er eine Frauengestalt, die nicht recht zu wissen schien, ob sie näherkommen sollte oder nicht.
„Nur heran!“ rief der Trapper. „Wir sind Freunde, von uns habt Ihr nichts zu fürchten.“
Die Gerufene eilte herzu; es war Ellen Wade.
„Oh, Ihr seid es,“ sagte sie, dem Alten ohne Zögern die Hand reichend, dabei aber suchend in die Ferne blickend. „Euch glaubte ich hier nicht zu treffen; die anderen meinten, daß wir Euch wohl nicht mehr zu sehen kriegen würden.“
Ehe der Trapper antworten kannte, begann der Hund wieder laut und drohend zu knurren.
„Was gibt's, Hektor?“ forschte der Alte. „Was wittert mein Hundchen? Einen schwarzen Bären aus dem Gebirge? Denn die kommen zuweilen bis hierher. Ich bin nicht mehr so sicher mit meiner Büchse wie in früheren Jahren,“ wendete er sich zu dem jungen Mädchen, „aber zur Not treffe ich schon noch; Ihr braucht daher keine Furcht zu haben.“
Jetzt bellte der Hund kurz und scharf auf, und zugleich sahen der Trapper und das Mädchen eine menschliche Gestalt herankommen, und zwar aus der dem Lager der Emigranten entgegengesetzten Richtung.
„Das ist ein Mann,“ sagte der Trapper, „und, seinem schweren Schritte nach, ein Weißer. Wir müssen vorsichtig sein, denn die Weißen, die sich hier herumtreiben, sind in der Regel gefährlicher als die Wilden.“