„Ihr seid also in dieser Gegend nicht zu Hause?“ fragte der andere, nachdem er eine Weile schweigend gegessen hatte.

„Nein, ich bin am Strande der See geboren, den größten Teil meines Lebens aber brachte ich in den Wäldern zu.“

Bei der Erwähnung des Seestrandes schauten die jungen Männer und auch die Mutter den alten Trapper aufmerksam an; ein Mann, der so weit in der Welt herumgekommen war, erregte ihr Interesse.

„Wie man mir gesagt hat, ist es eine lange Strecke von den Gewässern des Westens bis an das Meer,“ nahm Vater Ismael nach einer Pause wieder das Wort.

„Ja, Freund, eine lange Strecke, und viel habe ich gesehen und erlebt, und viel habe ich zu erleiden gehabt während der fünfundsiebzig Jahre, die ich zu dem Wege brauchte. Aber nur gering ist die Zahl der Meilen auf dieser ganzen Strecke, wo ich nicht Wildbret gegessen, das unter meiner Kugel fiel. Doch das ist eitle Ruhmredigkeit; warum soll ein alter Mann, dessen Ende so nahe ist, noch von den Taten reden, die er einstmals vollbrachte.“

Träumenden Blickes starrte der Trapper ins Feuer; endlich wendete er sich wieder an seinen Gastfreund.

„Gedenkt Ihr noch weit gen Westen zu ziehen?“ fragte er.

„So weit es mir gefällt,“ antwortete der Emigrant kurz, „vielleicht kehre ich auch wieder um.“

Damit brach er die Unterhaltung ab und stand auf; die übrigen folgten seinem Beispiel.

Die jungen Männer errichteten aus Baumzweigen und Decken einige Hütten zum Unterschlupf für die Nacht, dann brachten sie das Vieh in den Mittelpunkt der Wagenburg, die durch passend angebrachtes Pfahlwerk noch mehr befestigt wurde, und schließlich begaben sich zwei von ihnen mit ihrem Schießgewehr an entgegengesetzte Enden des Lagers, um hier Wacht zu halten.