Sie gruben sein Grab und legten ihn hinein. Ismael stand barhäuptig, während seine Gattin kniend ein letztes Gebet sprach. Dann kehrten sie zum Lager zurück.

Am folgenden Morgen setzte die Karawane die Rückfahrt nach den Ansiedlungen fort.

Zehntes Kapitel Wie ein Gerechter zum Frieden einging


Die Schützlinge des Pawneehäuptlings fanden in der Niederlassung seines Stammes die gastlichste Aufnahme. Die Artilleristen hatten ihren Hauptmann bereits erwartet, und wenn ihre Zahl auch nicht groß war, so verlieh doch die Anwesenheit und Dienstergebenheit so wohldisziplinierter und gut bewaffneter Männer dem Offizier und seinen Gefährten ein Gefühl größter Sicherheit; auch wurde die unangefochtene Rückkehr derselben nach den Ansiedlungen dadurch gewährleistet.

Und dorthin machten Middleton und Inez, Paul und Ellen und auch der Naturforscher sich bald auf den Weg, und zwar in einem großen Boote, das die Artilleristen von einem den Fluß heraufkommenden Händler zu diesem Zweck erstanden hatten. Von Hartherz und den Seinen verabschiedeten sie sich voll Dank und mit gegenseitiger, aufrichtiger Herzlichkeit.

Ganz zuletzt stieg der Trapper mit seinem treuen Hektor in das Boot. Er trug, wie immer, einen kleinen Packen auf dem Rücken. Nachdem man unter allerlei Gesprächen über die Eigenarten der verschiedenen Indianerstämme eine längere Strecke zurückgelegt hatte, wendete der Alte sich an den das Boot steuernden Soldaten mit der Aufforderung, auf das Ufer abzuhalten.

„Aber warum, alter Freund?“ fragte Middleton erstaunt.

„Ihr sollt nicht lange aufgehalten werden,“ versetzte der Trapper, und selbst mit Hand anlegend, lenkte er das Fahrzeug an eine zum Aussteigen geeignete Stelle. Als er daselbst festlag, öffnete er seinen Packen und begann darin herumzukramen.

„Ehe wir scheiden, Hauptmann,“ sagte er, „möchte ich Euch noch bitten, mir einen Dienst zu erweisen, der Euch nur wenig Mühe machen soll —“