Wasser im Krug’, und das Becken herbei. Sie dünkte: der Krug sey

Voller denn erst, und reichte den Trunk dem Greise zur Labung.

D’rauf, als dieser, nach Lust, mit zurückgebogenem Nacken,

Schlürfte vom labenden Krug’, und ihn, dankend, wieder zurückgab,

Sank sie vor ihm auf die Knie’, und begann ihm die Füße zu waschen,

Rufend auch ihren Liebling herbei, mit ermahnenden Worten:

„Komm, mein Kind, und wasche mit mir die Füße des Greises,

Daß du den Fremdling einst bei dir gastfreundlich zu ehren

Lernest, und so durch Mild’ und Erbarmung dir Segen bereitest!“

Alsbald eilte das Kind, den Lehren der Mutter gehorsam,