Hinter dem fernen Gebirg verglomm der freundlichen Sonne
Allbelebender Strahl; der Puls des geschäftigen Lebens
Ruhete; Grau’n der Nacht umhüllte die schweigenden Fluren
Rings, und der hohe Prophet sah lang’ aus der einsamen Kammer
Nach den Sternen empor. Ernstweckende Todesgedanken
Regten den Busen ihm auf. Jetzt rief er in wechselnder Stimmung:
„Tag, und Nacht, wie Leben, und Tod. Zur dunkelen Grabsnacht
Sinkt das Leben hinab, und ewige Schauer umhüllen
Seinen schnellverlöschenden Glanz. Doch, ewige Schauer?
Nein! Mein Heiland lebt, ich weiß es: am jüngsten der Tag’ einst,