In der Apostelgeschichte VII. Cap. 21. und 22. Vers heißt es: („den Ausgesetzten“) „nahm die Tochter Pharao’s zu sich, und ließ ihn als ihren Sohn erziehen. Moses wurde in allen Wissenschaften der Aegyptier unterrichtet, und war mächtig in Reden und Thaten.“
[12]Vers 193.
Die räthselhafte Gestalt der Sphinxe gab zu verschiedenen Muthmaßungen Veranlassung. Sowohl die griechische Mythologie wie es die Geschichte des Oedipus beweiset, als auch die ägyptische hatte ihre Sphinxe. Diese ist in Abbildungen gewöhnlich, wie eine Löwinn mit vorgestreckten Vorderfüßen gelagert, und hat das Haupt einer weiblichen Figur, welche mit einem in Falten gelegten Tuche bedeckt ist. Die in der Nähe von Cairo im Sande versunken und aus einem einzigen Stein gehauene Gestalt der Sphinx ist 148 Fuß lang, und mehr als 60 Fuß hoch, sie ragt aber jetzt nur noch 27 Fuß hoch aus dem Sande. Die Aegyptier stellten sie vor die Thore ihrer Tempel um anzudeuten, daß der Dienst der Götter mystischen Sinn enthalte. (Stat. I. Theb. — Dapper. Descr. Afr.)
[13]Vers 197.
Die Obelisken, oder Spitzsäulen, dienten bei den Aegyptier zur Zierde der Plätze vor ihren Tempeln. Mehrere erheben sich über dem Fußgestelle noch zu 150 Fuß Höhe in das Gevierte, spitz zulaufend, sie sind gewöhnlich aus rothem Granit aus einem Steine gehauen und die meisten mit Hieroglyphen versehen. Von August angefangen, haben mehrere römische Kaiser sie nach Rom schaffen und erhöhen laßen, die aber dann bei dem Einfall der Barbaren umgestürzt wurden. Erst von dem unternehmenden Papste Sixtus V. 1588 und 1589 wurden zwei der größten, einer auf dem Petersplatz, und der andere vor der Kirche S. Giovanni di Laterano, wieder aufgerichtet (Ueber die Obelisken siehe Zoegas Werk De origine et usu Obeliscorum, Romae 1797)
[14]Vers 199.
Die Pyramiden, Denkmaale des Despotismus der alten Könige von Aegypten, die diese, vierseitig spitz zulaufenden Massen aus Stein oder Ziegeln sich zu Begräbnißplätzen haben erbauen lassen. Um Memphis herum stehen noch beiläufig 40 solche Pyramiden, deren höchste, jene des Cheops, über 600 Fuß Höhe, und eben so viel in der Basis mißt. Was Herodot, Strabo und Diodor von den Pyramiden berichten, wurde durch die Neuern, vorzüglich durch Savary, und durch Denon, während Napoleons Züge nach Aegypten, großen Theils bestätiget. (Siehe Grobert Description des Pyramides de Gizè, Paris etc.)
[15]Vers 218.