[5] Vers 107.

Das böhmische Wapen zeigt einen weißen gekrönten Löwen im rothen Feld. Kaiser Friedrich I. ertheilte selbes, nach dem Mailänder Krieg, Uladislav II. im Jahr 1159.

[6] Vers 108.

Kaiser Friedrich II. erhob Wien im Jahr 1237 zu einer freien Reichsstadt, ertheilte ihr den doppelten Adler zum Wapen, und stiftete eine hohe Schule daselbst. S. Lazius. Auch diesem wird widersprochen.

[7] Vers 295.

Der schmale Donau-Arm, der, unterhalb Nußdorf von dem Hauptstrom geschieden, die Stadt Wien von der Leopoldstadt trennet, und hiermit ein großes Eyland bildet, auf welchem nebst besagter Vorstadt, auch die anmuthigsten Spaziergänge in der Brigittenau, dem Augarten und dem berühmten Prater sich befinden.

[8] Vers 308.

Amtner, dieses im Verlaufe des Gedichtes einigemal vorkommende Wort, bezeichnet (wie Schaff-ner, Zöll-ner u. s. w. geformt) ganz entsprechend die französische Benennung Offizier; wo sodann Offizier-Corps, durch Amtnergilde gegeben werden könnte.

[9] Vers 350.

Die Kumanier (ein sarmatisches Volk), die aus ihrem Land, welches zwischen den Alpen und der Donau, gegen die Tartarei zu, lag, von den hinterhalb wohnenden Tartaren gedrängt, unter Bela IV. Jahr 1239 nach Ungern kamen, und von diesem eine große Strecke Lands zwischen der Donau und der Theyß eingeräumt erhielten, vereinigten sich dann mit den bald nachfolgenden Tataren, über Ungern die schrecklichste Verwüstung zu bringen, weßwegen sie dem Unger, der sie in seiner Sprache Kun nennt, auch nachdem jene schon abgezogen waren, noch lange verhaßt blieben. (Bonfinii Decad. II. Lib. 8.)