[Achter Gesang.]
[1] Vers 31.
In der Jägersprache heißt das Bluten des verwundeten Wildes: das Schweißen; daher die Benennung einer Gattung der Jagdhunde.
[2] Vers 55.
Tyr, nach der nordischen Mythologie, der Sohn Odins, des höchsten der Götter, und ein Beschützer der muthigen Krieger, soll die einzige Gottheit der scythischen Völker gewesen seyn, die ohne Zweifel unter einem andern Nahmen bei ihnen in Verehrung stand. Bei seinem Scheiden von der Erde soll er sein Schwert in die Erde vergraben haben, welches erst später Attila auffand.
[3] Vers 386.
Vor der Schlacht sollen Einige aus dem östreichischen Heere den König Ottokar, aus alter Anhänglichkeit, schriftlich vor Untreue der Seinigen gewarnt haben; da nun auch die Meißner und Thüringer heimlich aus dem Lager abzogen, so habe er sich wehrlos in die Mitte seiner Feldherrn gestellt, und sie aufgefordert, ihm die Brust zu durchbohren, ehe noch viele Tausende auf dem Schlachtfelde gefallen seyn würden. (Siehe Hanthaler Fast. Camp. T. I. Pars II. Dec. VIII. §. 80. Arenpeckii Chron. Austr. ad An. 1278.)
[4] Vers 428.
Heinrich I. der Städte-Erbauer, hat ungefähr im J. 930 die Stadt, und das Schloß Meißen an der Elbe erbaut, und ihr von dem Flüßchen, das sie eben dort aufnimmt, und Meiße heißt, den Nahmen gegeben.