Berta, ich teile deinen tiefen Haß. Ich verstehe deine bitteren Worte, und ich leide mit dir....
Also der hat deinen Vater umgarnt, im Wirtshaus geködert mit Wein und Kognak, mit hohlen Redensarten....
Der hat uns von einander gerissen, hat alles zertrümmert, was wir in reiner Liebe so schön aufgebaut hatten. Dieser....!
Und den will dein Vater dir aufbürden gegen deinen Willen, gegen den Willen deiner Mutter....
Unglückliches Kind!
Ich lese zwischen deinen Zeilen. Und ich sehe deinen Kummer und ich spüre dein Elend und ich empfinde deine Trostlosigkeit.
Eine Märtyrin bist du, Berta. Und du hast Willensstärke genug, um den abzuweisen, den dein Vater dir aufbürden will.
Es ist mir eine Genugtuung und eine innere Freude, daß du diesen abweisest, daß du dein Leben nicht vertrauern willst an der Seite dieses in öder Schreiberfron und ohne alle Selbständigkeit dienernden Menschen, der kein Verständnis hat für deinen Wirkungskreis, der dich nur heiraten will wegen .... wegen deines Geldes....
Berta, ich leide mit dir.
Ich leide mit dir, weil ich dich aus tiefstem Herzen liebe und weil ich dich nicht aus dem Unglücke reißen kann.