Ich leide mit dir, weil ich deine edle Gesinnung sehe.
Berta, du bist zu gut! Du bist unendlich unglücklich, und doch willst du mir zum Lebensglück verhelfen. In diesem Briefe deines tiefsten Jammers schreibst du mir süße Worte von Hallesch Ketty, deiner Freundin.
Ketty ist deine Jugendfreundin, deine Kameradin aus der Haushaltungsschule, deine Herzensfreundin, ein gutes, braves Mädchen.
Ketty würde eine tüchtige, fleißige Hausfrau, meinst du.
Ketty würde mich sicherlich glücklich machen.
Du willst leiden und sterben, aber du willst, daß ich glücklich werde! Berta, du bist edel und erhaben über viele, erhaben über alle.
Könnte ich mit dir den Weg durchs Leben gehen.... könnte ich.... könnte ich!....
Ich drücke den Brief fest in die Hand, lehne mich an die Mauer, schließe die Augen.
Und ich stehe da wie vor einem Sarge, der etwas verschließt, was mir teuer war — — — — — — — — — — — — —