Ich öffne noch einmal den Brief, lese noch einmal die letzten Worte: „.... und mit jedem Tag spüre ich mehr, daß der Schmerz um Liebe unheilbar ist. Und doch müssen wir uns zu vergessen suchen, als ob wir uns nie gesehen, nie gekannt hätten. Werden Sie glücklich!
Berta Berels.“
Unleserlich steht der Name unter dem Briefe. Etwas verwischt. Die Tinte auseinandergelaufen. Dahin war wohl eine Träne gefallen....
Eine Träne der Liebe.
Eine Abschiedsträne. — — — — — — — — — — — — — — — — —
Gute, liebe, unglückliche Berta.
Lange stehe ich da in unsäglicher Traurigkeit.
Mußte das so endigen?
Nun ist es aus. Nun gibt es zwischen dir und mir keine Brücke mehr. Die hat dein Vater eingerissen.
Vor uns liegt ein tiefer, schwarzer Abgrund. Darin ist alle deine Lebensfreude begraben.