Ich nicke zustimmend.

„Gefällt déng nei Hémècht der dann grad esoû gut wé dé âl?“ frage ich lächelnd.

„Jô, vill besser.“ Es klang Glück aus ihren Worten, reines Glück.

Wir haben beide das Glück gefunden.

Und doch fiel ein Schatten auf unser junges Glück.

Die Mäsch Sisi.

Meine Gedanken gingen rückwärts, über drei Monate, zu der Zeit, wo meine Freierei mit der Ketty im Dorfe bekannt wurde. Sisi war untröstlich. Sie hatte immer noch damit gerechnet, daß wir uns heiraten könnten. So sind die Mädchen. Die glauben an das Unmögliche. Auch Sisi konnte sich nicht mit dem Gedanken abfinden, daß unsere Wege sich trennten, seit jenem Unglückstage, an dem ihr Bruder starb. Die Weiterführung des Hofes steht doch über der Liebe. Ich konnte ja unsern Hof nicht aufgeben. Und auch sie durfte den ihrigen nicht verlassen. Das Opfer mußte sie bringen können.

Sie wußte es nicht zu bringen, weil sie in ihrer Liebe nur ihr Herz reden ließ. So ergeht es vielen.

Auch ich war zuerst in dieser Verfassung auf Brautschau gegangen.

Dadurch habe ich viel gelitten. Dadurch kommt viel Unglück in die Welt.