Und in meinem Herzen war lauter Sonne und Helle und Wärme.
Berta, noch zehn Tage, zehn lange Tage, dann werde ich dich wiedersehen!
An dem Sonntag war ich schon früh auf den Beinen. Ueber Nacht war der Winter ins Merschertal gekommen. Handhoch lag der Schnee auf den jungen Saaten.
Die kalte Luft tat mir wohl, und ich schritt lustig zum Bahnhof hinunter.
In meinem Coupé saß nur eine alte Frau. Die fuhr zu ihrer Tochter nach Luxemburg. Wir plauderten gemütlich mit einander.
Die gute Frau erzählte mir von ihrer Tochter. Vor zwei Jahren hatte sie geheiratet. Einen kleinen Fonktionär hatte sie genommen. Gegen den Willen der Eltern. Die wollten die Tochter auf dem Lande behalten und mit einem braven Jungen aus dem Dorfe verheiraten. Jäng hieß der Junge. Der hatte ziemlich Land, sechs Milchkühe, zwei Pferde, und er war ein fleißiger und tüchtiger Landwirt.
Lisa konnte ihn auch recht leiden, und Jäng kam oft auf Besuch. Die Freierei war flott im Gange. Und die Eltern sahen das gerne.
Da kam eines Tages ein junger Fonktionär ins Dorf. Der war tüchtig herausgefiezt. Er konnte so schön tun, erzählte allerhand Faxen und hatte bald dem Mädchen den Kopf verdreht. So berichtete die alte Frau.