„Zönter der Kirmes!“ Ich war ganz verwundert.

„Jô, zönter der Kirmes!“ Ich hörte ihren tiefen Atem. Sie sprach schnell, aufgeregt, mit hoher Stimme. „De lèschte Sonndég, no der Maß, baß du lanscht mech gedauscht. An e Méndeg den Owend hâst du knapps Zeit mat mir ze schwetzen.“

Ein Zucken ging um ihren Mund.

Ich rieb mir die kalten Hände, in leichter Befangenheit.

„Sisi, sef dach kê Kand!“

Ich ließ die Peitsche knallen. Die Pferde zogen kräftig an. Der Wagen rollte weiter, über die Schneestraße am Mäsch-Hause vorbei, hinunter in das weite, tote Tal.

Auf den hohen Pappeln saßen ein paar Krähen. Sie schielten hinauf nach dem grauen Winterhimmel, hinunter auf die schneebedeckten Wiesen, hinüber in den öden, toten Wald.

Als ich näher kam, flogen sie krächzend fort. Und sie riefen einander heisere Worte zu von Elend und Kummer....

Der Abend kam früher als sonst.

Als ich das Dorf erreichte, lag schon mattes, rotes Licht hinter den halbverhüllten Fenstern. Dort sah man die gekochten Kartoffeln dampfen. Es roch angenehm nach Grévefett.