„A mîr sin och ömmer brav gewescht, da werd et dach bei eis kommen,“ ergänzte schüchtern ein kleines Schwarzhaariges.

„Hähähä!“ fiel lachend ein Junge, der sich herangeschlichen hatte, ins Gespräch. „Kreschtköndchen! Hähähä!.... D’könt gewéß e Kreschtköndchen!.... D’Mamm aß d’Kreschtköndchen! An d’Sâche kèft se bei Gudekâfs Nékel oder beim Schoûlklos....“

Die Mädchen blickten den frechen Jungen erstaunt, bös an, stießen ihn von sich und liefen weg, so rasch sie konnten.

Nein, mit dem wollten sie keine Gemeinschaft halten....

Ich ging gerade vorüber, hinunter zur Station.

Das war doch etwas ganz Eigentümliches, dieser kindliche Glaubensstreit.

Kaum zehn Jahre hatten die Mädels. Und der Junge war auch nicht älter.

Wie die Mädchen sich gegen die Lästerung wehrten! Ihren heiligen Glauben wollten sie sich nicht rauben lassen, nicht von diesem dummen, naseweisen Jungen, dem sie in der Schule weit überlegen waren.

So sind die Mädels. Den Puppen geben sie eine Seele. Und das Christkindchen lassen sie in kalter Winternacht durch den Schnee kommen....

So bleiben sie auch später. Und so ist Mäsch Sisi noch heute....