— Aber jetzt kann ich mich nicht davon überzeugen, daß du die Wahrheit sprichst ...

Ich nahm eine Uhr aus der Tasche.

— Weißt du, was das ist? Eine Uhr ... Glaubst du, daß ich oder Peter oder deine Mutter ein solches Werk herstellen können? Du siehst auch Bücher, die wir nicht gedruckt, astronomische Instrumente, die nicht wir gebaut haben. Woher also sollte das alles stammen, wenn wir es nicht von der Erde mitgebracht hätten? Und wenn wir von der Erde hierhergekommen sind, so müssen wir doch wissen, wie es dort ist und aussieht.

Der Knabe dachte nach.

— Aber ich, nicht wahr, ich werde niemals auf die Erde kommen?

— Nein, du wirst niemals auf die Erde kommen.

— Weißt du was, Onkel, dann lehre mich lieber solche Bücher und Vergrößerungsgläser machen und erzähle mir nicht mehr davon, wie man da von einem Europa nach Amerika fährt, oder was dieser Alexander der Große gemacht hat und der andere, Napoleon ...

Ich mußte in meinem Innern zugeben, daß Tom recht hatte. Er war doch niemals und wird niemals dort sein, wozu soll ich ihm also erzählen, was mich nur deswegen angeht, weil ich auf der Erde geboren bin? Diese Belehrungen sind nutzlos für ihn; und wenn er oder seine Nachkommenschaft einmal etwas von der Erde erfahren wollen, von der vielleicht nur die unklare Kunde zu ihnen dringt, daß man sie, die Mutter des menschlichen Geschlechts, am Himmel leuchtend von den Grenzen der toten Wüste aus sehen kann, so werden diese Bücher, die wir mitgebracht haben, den zukünftigen Mondbewohnern märchenhafter erscheinen als den Erdenkindern die phantastischsten Geschichten aus „Tausendundeiner Nacht“.

Seitdem beschloß ich, Tom nur das beizubringen, was in seinem zukünftigen Leben auf dem Monde einen realen Wert für ihn hat. Dazu zeigte er auch eine ungewöhnliche Lust.

Er verschlang gierig alle Lehren, sobald er nur einsah, daß sie ihm von Nutzen sein könnten. So interessierte ihn zum Beispiel anfangs die Astronomie sehr wenig, aber er beschäftigte sich mit wahrem Feuereifer mit ihr, als ich ihm den ganzen praktischen Nutzen klar machte, den man aus der Messung des Höhenstandes der Sterne ziehen kann.