Es fehlte ihm nicht an Scharfsinn. Acht Jahre alt, kannte er schon genau unsere Fabriken und verstand den Zweck und die Bedeutung jeder Einrichtung, die Brauchbarkeit eines jeden Instrumentes und Materials. Ich habe die Pflicht auf mich genommen, ihn zu unterrichten, aber für Bücher zeigte er keine besondere Lust. Es interessiert ihn alles, was einen praktischen Wert hat, um andere Dinge kümmert er sich sehr wenig. Ich wollte ihn die Geographie der Erde lehren, die Geschichte der dortigen Völker, ihn mit den seinem Verstande zugänglichen Meisterwerken großer Schriftsteller bekannt machen, aber ich bemerkte sehr bald, daß ihn das absolut nicht interessierte, so großes Interesse er auf anderen Gebieten zeigte. Zunächst brach ich den Unterricht nicht ab, denn ich glaubte, daß ich in ihm einen historischen und ästhetischen Sinn wecken könne; erst als er mich während einer derartigen Lehrstunde einmal ganz unvermittelt fragte:

— Onkel, warum erzählst du mir das alles? — gab ich die diesbezüglichen Bemühungen auf.

Ich wußte nicht, was ich ihm antworten sollte, denn in der Tat, wozu? ... Und er sagte weiter:

— Das alles, was du mir da erzählst, soll wahrscheinlich auf der Erde sein, die ich, wie ich mich erinnere, während eines Ausfluges gesehen habe, wie eine große leuchtende Kugel, und von der du, Onkel, hierhergekommen sein sollst, nicht wahr?

— Ja, das ist auf der Erde, von der ich gekommen bin, und von der überhaupt die Menschen stammen.

Der Knabe sah mich an, als wenn er zögerte zu sagen was er dachte, und endlich kam es mit etwas schüchterner Miene heraus:

— Aber ich weiß nicht, Onkel, ob das alles wahr ist.

Ich war betroffen von dieser Bemerkung, obwohl sie bei einem Kinde, dem man Dinge erzählt, die sich auf einem entfernten und nur einmal von ihm gesehenen Planeten abspielen, ganz natürlich ist.

— Hast du dich jemals überzeugt, daß ich die Unwahrheit spreche?

— Nein, nein, niemals! rief er lebhaft, worauf er etwas leiser hinzufügte: