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Seit unserm EXODUS fünfhundertundein Mondtag.
Tom hat mit seinen beiden ältesten Söhnen zu Schiff die Fahrt nach dem Süden angetreten. Aus seinen Erzählungen schließe ich, daß sie fast bis zum Äquator vorgedrungen sind. Von der weiteren Fahrt hielten sie furchtbare tropische Meeresstürme zurück. Und so mußten sie resultatlos umkehren.
Tom redete nach der Rückkehr lange mit mir. Er sprach viel von seiner Mutter und von Rosa und bedauerte ihren Tod. Dann erzählte er mir von der Expedition und schilderte die Kämpfe und Mühen, die er zu bestehen hatte. Schließlich verfiel er in Nachdenken und sagte, er fürchte, daß dies seine letzte Fahrt gewesen sei.
Ich sah ihn an und konnte es nicht begreifen. Dieser junge Mensch, kaum halb so alt wie ich, ist schon ein Greis. Auf der Erde wäre er jetzt in der Blüte der Jahre. Hier werden die Menschen bedeutend früher reif und altern früher. Desto erstaunlicher ist es, daß ich lebe.
Ich sagte ihm das; er blickte mir in die Augen und antwortete nach einer Weile des Zögerns:
— Ja, aber Ada und meine Kinder sagen, daß du der Alte Mensch bist.
Seltsam klangen diese Worte aus seinem Munde.
— Aber du, entgegnete ich, du, der du mich von deiner Kindheit an kennst, was sagst du über mich?
Tom konnte mir keine Antwort geben.