Es schien mir, daß ich es eigentlich selbst nicht mehr recht wußte ... Und Ada fragte abermals:

— Ja, wer du bist, Herr ... Wir nennen dich alle der „Alte Mensch“, aber ich dachte heute lange nach ... und bin zu dir gekommen, dich anzuflehen, sage mir die Wahrheit, ob du wirklich der Alte Mensch bist?

Diesen meinen Namen, den sie selbst hier verbreitet hatte, sprach sie jetzt mit einer abergläubischen Furcht aus und dämpfte dabei geheimnisvoll ihre Stimme.

— Ich will wissen, sagte sie weiter, ob du wirklich von dort, von jener Erde, die ich gesehen habe, hierhergekommen bist und du alles tun kannst, was du willst. Und ob du niemals sterben wirst und wir, wenn du uns, auf die Erde zurückkehrend, verläßt, der Vernichtung anheimfallen, so wie wir es denken?

Sie sagte das alles fast in einem Atemzug, und ihre glänzenden, unruhig flackernden Augen starrten auf mich.

Und was sollte ich ihr antworten? Vor einem Augenblick noch wollte ich ihr mein ganzes Innere enthüllen, noch einmal so recht von Herzen sprechen, ihr alles sagen, was ich schon so oft gesagt hatte, und von der Erde reden, von unserer Ankunft hier, von meinen verstorbenen Kameraden, aber als ich ihre Worte hörte, stieg plötzlich die Überzeugung in mir auf, daß alles vergeblich sein würde. Sie will nun einmal in dem Glauben bestärkt sein, daß ich der „Alte Mensch“ sei, das heißt, nach ihren Begriffen ein übernatürliches Wesen.

Ich suchte und konnte lange keine Worte finden.

— Warum fragst du mich, sagte ich endlich. Ich habe es dir doch schon so oft erklärt.

— Ja ... aber ich möchte, daß du mir ... die Wahrheit sagst!

Ich erinnerte mich, daß vor vielen, vielen Jahren der kleine Tom ähnlich zu mir gesprochen hatte, als ich ihm die Erde zeigte und erzählte, daß ich von dort gekommen wäre. „Onkel, sage mir jetzt die Wahrheit!“ hatte er mir damals geantwortet.