— Herr ... kam es von neuem von Adas Lippen.

— Was willst du, Kind? fragte ich so sanft ich nur konnte. Ich mußte diese Frage einige Male wiederholen, bis sie mir endlich antwortete.

— Ich wollte fragen, ich wollte wissen ...

— Was?

— Herr, ich weiß nichts! rief sie plötzlich mit einer Verzweiflung in der Stimme und in den auf mich starrenden Augen, daß ich die Vorwürfe, die ich ihr abermals wegen ihrer dem Mondvolk erteilten falschen Lehren machen wollte, gewaltsam zurückdrängte. Sie indessen fuhr fort:

— Ich weiß absolut nichts ... und ich wollte dich bitten, daß du mir endlich sagen mögest, was das alles bedeutet; wer du eigentlich bist und was wir sind? Ich sehe dich unter uns, einsam und alt, stark und groß, aber ich glaube, soweit ich mich noch an meine Eltern erinnere, daß sie ebenfalls anders waren als wir heute, dir ähnlich ....

Sie verstummte, und nach einer Weile wiederholte sie, mir in die Augen schauend:

— Sage, wer du bist und was wir sind?

Und in meiner Brust drängten sich die widerstreitendsten Gefühle. Es schien mir zwar, daß ich ihr auf diese Frage schon oft und vor langer Zeit geantwortet habe, aber trotzdem gärte in mir ein Verlangen, zu sprechen, menschlich zu sprechen zu diesem Weibe, das endlich einmal menschlich denkend und fühlend vor mir stand. Eine tiefe Rührung kam über mich; mein Herz wurde weich, und Tränen traten mir in die Augen und schnürten mir die Kehle zu, daß ich zunächst keinen Laut hervorbringen konnte. Nach einer Weile wiederholte ich ihre Worte wie ein Echo:

— Wer ich bin! ...