Das währt nicht mehr lange — nicht wahr, nicht mehr lange? ...
Am Grabe O’Tamors — in letzter Stunde.
Gott dem Höchsten sei Lob und Dank! Ich habe den Weg und jene Stelle gefunden, jene verfluchte Stelle, wo unser Fuß zum erstenmal den Boden berührt hat, und ... sie sei gesegnet, — von wo ich Kunde von mir auf die Erde senden kann.
Ich stehe an der Leiche des Greises O’Tamor und bin erstaunt, daß er jünger ist als ich, frischer, lebendiger. Jahre sind über ihn dahingegangen, ohne ihn zu berühren, wie ein leichter Wind über Granitfelsen dahinweht. Hier in dieser luftlosen Leere gibt es keine Zerstörung: der Greis O’Tamor sieht aus wie in dem Augenblick, da wir ihn verlassen haben und starrt mit weit geöffneten toten Augen unaufhörlich auf die glänzende Erde, während ich, der ich als Jüngling von diesem Grabe fortging, jetzt über ihm gebeugt stehe mit weißem Bart und weißen Haaren und mit Entsetzen in den erlöschenden Augen ... Zu lange habe ich gelebt, Greis O’Tamor! Zu lange habe ich gelebt!
Das Geschütz fand ich; es steht bereit und ist nicht zerstört; es wartete auf mich über fünfzig Jahre ... und ich schreibe die letzten Worte, ehe ich diese Papiere in die Kugel einschließe, die sie auf die Erde tragen wird.
Die Nahrungsvorräte sind schon erschöpft, die Luft wird kaum mehr für zwei oder drei Stunden ausreichen. Ich muß mich eilen.
Seit unserm EXODUS siebenhundertsieben Mondtage.
O Erde! O verlorene Erde! ...................................................................
Hier bricht das Manuskript ab, das in der vom Monde herabgefallenen Kugel gefunden wurde.
DER MITTLERE TEIL DER NÖRDLICHEN HALBKUGEL DES MONDES