Woodbell schien, mit gesenktem Haupt und zusammengebissenen Lippen, lange mit den Augen die Strecke der Ebene zu messen, deren Grenzen nicht zu erkennen waren; dann ließ er langsam den Blick über den Zeiger des Manometers gleiten, der an dem letzten Behälter mit verdichteter Luft befestigt war. Der Zeiger in der Kupfertrommel fiel langsam, aber unaufhörlich ...

Da tauchte plötzlich ein furchtbarer Gedanke in mir auf: Die Luft genügt nicht für vier, aber sie wird für einen ausreichen. Einer würde mit diesem Vorrat bis zu den Gegenden vordringen, wo die Atmosphäre des Mondes dicht genug ist, um, wenn auch durch Gebrauch der Pumpe, atmen zu können.

Dieser widerwärtige, ungeheuerliche Gedanke machte mich schaudern und kaum aufgetaucht, wollte ich ihn verjagen, aber er war stärker als mein Wille und kehrte immer wieder! Ich konnte meine Augen von dem Zeiger des Manometers nicht losreißen, und in den Ohren dröhnte es mir fort und fort: Für vier wird sie nicht ausreichen, aber für einen ...

Endlich warf ich einen Blick auf die Kameraden — heimlich wie ein Dieb und — Entsetzen faßte mich. In ihren unruhig flackernden Augen las ich denselben Gedanken. Wir verstanden uns. Eine Zeitlang herrschte ein dumpfes, bedrückendes Schweigen. Dann rieb sich Tomas die Stirn und sagte ruhig:

— Wenn wir es tun, so muß es schnell geschehen, ehe der Vorrat sich noch verringert ...

Wir wußten, wovon er sprach; Varadol nickte schweigend mit dem Kopf; ich fühlte eine brennende Röte im Gesicht, aber widersprach nicht.

— Sollen wir Lose ziehen? fragte wiederum Tomas, sich anscheinend zu dem Herauswürgen dieser Worte zwingend. Aber — hier stockte seine Stimme, und einen weichen, flehenden Ton annehmend, sagte er: Aber ... ich wollte ... euch bitten, daß ... Martha am Leben bleibt ... wie auch ...

Wiederum herrschte ein qualvolles Schweigen. Endlich stammelte Peter:

— Für zwei wird es nicht genügen ...

Tomas warf mit einer stolzen Bewegung den Kopf zurück: