(Führer durch Olbernhau und Umgegend, S. 16.)
Das Gemeindesiegel von Olbernhau zeigt ein waldumgrenztes Thal mit drei hohen Tannen, darüber ein Auge und unten in einem beckenartigen Schilde einen aufwärts kriechenden Frosch. Auch das reichsgräflich von Loß'sche Wappen am Herrenhause des Rittergutes hat einen Frosch im runden Mittelschilde und als mittelste Helmzier. Man deutet das angebliche Wappen von Olbernhau damit, daß sich aus dem abgetrockneten See, für welchen man die flache Thalsohle, in welchem der Ort liegt, ansieht, der letzte Frosch entfernt, um nach dem auf der Höhe sich zeigenden Walde zu flüchten.
617. Das Siegel des Dorfes Auerbach.
(Sachsens Kirchengalerie, 8. B., S. 4 und 49.)
Auerbach bei Zwickau hat seinen Namen von dem kleinen, das Dorf durchziehenden und am Ausgange der Thalschlucht in die Zwickauer Mulde sich ergießenden Bache, und von den Auerhähnen, welche früher in dem Thale sich aufgehalten haben sollen, weshalb sowohl das Kirchen- als das Gemeindesiegel einen Hahn auf einem Baume führt.
Auch das Dorf Auerbach bei Stollberg soll seinen Namen von den vielen Auerhühnern, welche sich einst daselbst aufhielten, und von dem Bache, welcher mitten durchs Dorf fließt, erhalten haben. Das Siegel führt deshalb einen Auerhahn am Bache.
618. Wahrzeichen der Stadt Zwickau.
(Tobias Schmidt, Chronica Cygnea, Zwickau, 1656, S. 37.)
Zu oberst am Giebel des Kaufhauses in Zwickau ist eine große Brille in Stein gehauen zu sehen, davon die gemeine Rede gegangen, daß es ein geheimes Zeichen wäre, welches derjenige wissen müßte, der zu Zwickau gewesen sein wollte, wie vor diesem die reisenden Handwerker viel auf dergleichen Zeichen zu achten pflegten.