I.
»Meines lieben Bruders kläglich End,
Der schwere Eingang zum Regiment,
Groß Widerwärtigkeit und Gefahr
Mir schwere Sorg und Müh gebahr.
Zu vertreiben solch Fantasey,
Fieng ich diß neu Gebäu,
Die Grüllen-Burg ichs davon nennt,
In einem Jahr wurds gar vollend.
II.
Zuvor ist hier nur Holtz gewachsen,
Da baut Hertzog August zu Sachsen
In einem Jahr diß Jagd-Haus behend,
Welches er die Grüllen-Burg nennt,
Vor schwerer Sorg und Gedanken,
Die ihm oblagen und bedrangten,
Und richtets an zur Lust und Freud,
Drum wird man hier der Grüllen queit.
III.
Ich bin genannt die Grüllenburg,
Darauf geschieht gar mancher Schlurg,
Gedanken und schwere Fantasey,
Legt man auf diesem Hause bey;
Gegen Hasen, Hirsch und Schwein
Vertreibt man hier die Zeit allein.
Wer nun hat Grüllen und Mücken,
Der lasse sie hinter sich zurücken.«
649. Die Wüstung Lützen bei Frankenberg.
(Bahn, Hist. Nachr. von Frankenberg und Sachsenburg, 1755, S. 15.)
Es geht die Sage, daß zwischen Frankenberg und Dittersbach ein Dörfchen Lützen gestanden habe, welches in den Hussitenkriegen verwüstet worden wäre. Der Bach, der von Dittersbach fließet, heißt der Lützenbach und der Steig darüber der Lützensteig, auch hat vor alters eine Mühle unten in der Wiese gestanden, so die Lützenmühle genannt worden ist. Alte Leute wollen von derselben noch Baustelle und Mühlgraben gesehen haben.