661. Das Steinkreuz bei Werda.

(Mündlich.)

In Werda bei Falkenstein steht neben der Straße gegenüber dem Pfarrhause ein altes Kreuz von Granit, wahrscheinlich aus katholischer Zeit stammend. Die Sage geht davon, daß an dieser Stelle ein vornehmer Soldat im Kampfe gefallen sei.

662. Der Denkstein zwischen Hauptmannsgrün und Waldkirchen.

(Köhler, Volksbrauch im Vogtlande, S. 598.)

Vor mehreren Jahren stand am Wege von Hauptmannsgrün nach Waldkirchen, an der Grenze des ehemaligen erzgebirgischen Kreises, ein Stein mit eingehauener Ofengabel. An dieser Stelle soll nämlich ein Schafhirte von einigen Weibern mit einer Ofengabel erstochen worden sein. Der Hirte hatte mehr Schafe für sich behalten, als ihm zukam und als er deswegen von den Frauen zur Rede gesetzt ward, wurde er grob; es kam zu Streit und Thätlichkeiten und endigte mit dem gewaltsamen Tode des Hirten.

663. Der Denkstein im Streitwalde bei Hirschfeld.

(Mündlich.)

Zwischen Kirchberg und Hirschfeld führt von dem beide Orte verbindenden Kommunikationswege zur Linken ein kurzer Fußsteig in den gegenwärtig aus jungem Nadelholze bestehenden Streitwald. Nach vielleicht 20 Schritten befindet man sich an einem ungefähr einen Meter hohen, an den Ecken abgestoßenen und oben gewölbten, alten Steine, dessen Oberfläche zum Teil mit Flechten und Moos bedeckt ist. Doch sieht man auf ihm noch zwei gekreuzte Messer und ein Brotchen eingehauen. Hier sollen sich einst vor vielen Jahren bei einer Hungersnot zwei Frauen, welche zusammen in Wolfersgrün ein Brot gekauft hatten, mit ihren Messern erstochen haben, weil jede von ihnen das Brod ganz haben wollte.

664. Der Stein an der alten Frühbußer Straße.