Inhalt:

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[1.]Zum Weinbau schickliche Oerter1
[2.]Anpflanzung der Schnittlinge2
[3.]Zeit der Anpflanzung von Schnittlingen3
[4.]Art des Legens der Schnittlinge3
[5.]Raum der Schnittlinge5
[6.]Vom Begießen und Düngen des Weinstockes6
[7.]Das Setzen der Schnittlinge mit dem Pfahl-Eisen10
[8.]Vom Begießen und erstem Beschneiden der Schnittlinge11
[9.]Vom Anpflanzen der Wurzlinge12
[10.]Vom ersten Beschneiden der Wurzlinge15
[11.]Vom Zudecken der Schnittlinge, Wurzlinge und aller anderer Weinstöcke überhaupt16
[12.]Vom Aufdecken der Weinstöcke im Frühjahre18
[13.]Behandlung der Schnitt- und Wurzlinge im zweiten Sommer19
[14.]Vom Beschneiden der Schnitt- und Wurzlinge im zweiten Herbste21
[15.]Behandlung der Schnitt- und Wurzlinge im dritten Sommer23
[16.]Vom Beschneiden der Schnitt- und Wurzlinge im dritten Herbste25
[17.]Vom Verbrechen oder Kappen26
[18.]Natürliche Ursachen des Nachtheils vom allzufrühen Verbrechen28
[19.]Nutzen des Nichtverbrechens oder Kappens31
[20.]Regelmäßiges Verlängern der Weinstöcke33
[21.]Umzäunung der Weinstöcke34
[22.]Vom Untersetzen der Weinstöcke36
[23.]Vom Verjüngen der alten Weinstöcke37
[24.]Vom ersten Anbinden oder Heften im Frühjahre41
[25.]Von den Reserve-Augen und ihren Ruthen43
[26.]Vom zweiten, dritten und vierten Anbinden oder Heften43
[27.]Das natürliche Anheften vermittelst der Gabeln46
[28.]Von der richtigen Lage der Ruthen47
[29.]Von der richtigen Lage der Trauben48
[30.]Vom Abbrechen der Blätter zum Gebrauche50
[31.]Einrichtungen zur Erleichterung des mühsam scheinenden Begießens52
[32.]Reinigung des Weingartens54
[33.]Das Erretten einiger Ruthen und Trauben vom Verderben im Frühjahre56
[34.]Vom Anpflanzen der Weinstöcke im Freien oder an Bäumen57
[35.]Schutzmittel gegen die späten Fröste im Mai und Juni58
[36.]Behandlung der im Winter erfrornen Stöcke60
[37.]Vom Senken oder Vermehren der Stocke62
[38.]Vom Verpflanzen der Senker65

Eingang.

Der ersten Auflage meines Büchleins fehlte es vorzüglich an einer vorausgehenden kurzen Uebersicht und Benennung der einzelnen Theile des Weinstocks. Sie folgen also hiermit:

Für das zunächst vom Stamme des Weinstocks ausgehende alte Holz, was man beim Baume Zacken oder Ast nennt, habe ich in keinem Buche eine fest angenommene richtige Benennung gefunden. In gegenwärtiger Anweisung ist es mit dem Namen: „Zweig von altem Holze” oder „Ast” bezeichnet. ([§. 9] und [23].) Mir scheint es aber jetzt, als ob man diese Theile des Stockes mit Recht „Arme” oder auch „Kanal, Saftkanal” nennen könnte. Ich übergebe diese Benennung den geneigten Lesern zur Prüfung. Denn, wenn man den an diesen Aesten stehenden Theilen die Namen „Zapfen und Schenkel” gab, weil sie mit denselben einige Aehnlichkeit haben, so kann man ja eben so gut auch diese Aeste, die durchaus nicht mit den Reben verwechselt werden dürfen, „Arme” nennen, denn sie sind ja ebenfalls denselben ähnlich. Auf diese Weise wären demnach die Haupt- und Neben-Theile eines Weinstockes in der gehörigen Ordnung folgende:


1.
Zum Weinbau schickliche Oerter.