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Dritte Abtheilung.
Populärphilosophische Schriften.
Dritter Band:
Vermischte Schriften und Aufsätze.
Berlin, 1846.
Verlag von Veit und Comp.
Inhaltsanzeige
des achten Bandes.
| Seite | ||
| 1) | Nicolai’s Leben und sonderbare Meinungen, 1801 | [3]-[93] |
| 2) | Deducirter Plan einer zu Berlin zu errichtenden höheren Lehranstalt, 1807 | [97]-[204] |
| Beilagen zum Universitätsplane (ungedruckt): | ||
| a. Plan zu einem periodischen schriftstellerischen Werke an einer deutschen Universität, 1805 | [207]-[216] | |
| b. Rede bei einer Ehrenpromotion an der Universität zu Berlin, am 16. April 1811 | [216]-[219] | |
| 3) | Vermischte Aufsätze: | |
| A. Beweis der Unrechtmässigkeit des Büchernachdrucks, ein Räsonnement und eine Parabel, 1791 | [223]-[244] | |
| B. Zwei Predigten aus dem Jahre 1791 (ungedruckt) | [245]-[269] | |
| C. Ueber Geist und Buchstab in der Philosophie, 1794 | [270]-[300] | |
| D. Von der Sprachfähigkeit und dem Ursprunge der Sprache, 1795 | [301]-[341] | |
| E. Ueber Belebung und Erhöhung des Interesse an Wahrheit, 1795 | [342]-[352] | |
| F. Aphorismen über Erziehung, 1804 (ungedruckt) | [353]-[360] | |
| G. Bericht über die Wissenschaftslehre und die bisherigen Schicksale derselben, 1806 (ungedruckt) | [361]-[407] | |
| 4) | Recensionen: | |
| A. Von Creuzers skeptischen Betrachtungen über die Freiheit des Willens, 1793 | [411]-[417] | |
| B. Von Gebhard über sittliche Güte, 1793 | [418]-[426] | |
| C. Von Kant zum ewigen Frieden, 1796 | [427]-[436] | |
| 5) | Poesien und metrische Uebersetzungen: | |
| A. Das Thal der Liebenden, Novelle, 1786 (ungedruckt) | [439]-[459] | |
| B. Kleinere Gedichte (meist ungedruckt) | [460]-[471] | |
| C. Uebersetzungen aus dem Portugiesischen, Spanischen und Italiänischen (meist ungedruckt) | [472]-[479] |
Vorrede des Herausgebers.
Der vorliegende achte Band der Werke enthält Alles, was von gedruckten und von ungedruckten Aufsätzen vermischten Inhaltes der Aufbewahrung werthgehalten wurde, und was im dritten Theile der „Nachgelassenen Werke“ noch nicht erschienen ist. Diese beiden Bände stehen daher in nächster ergänzender Beziehung zueinander.
Die Schrift, welche hier die Reihe eröffnet: „Nicolai’s Leben und sonderbare Meinungen“ (1801), wird bei ihrem Wiedererscheinen, da ihr Gegenstand unserer unmittelbaren Erinnerung und unserem parteinehmenden Interesse entrückt ist, wohl so heiter und so objectiv aufgenommen werden, als sie ursprünglich entworfen ward. Gleichwie wir aus den Selbstbekenntnissen des Dichters wissen, dass er sich mit dem ihm Feindlichen am Sichersten versöhnt habe, indem er es zum Gegenstande poetischer Darstellung machte: so ist es die ächte, überwindende und abschliessende Polemik des Denkers, wenn er das Gegnerische aus seinem Principe begreift und in der unwillkürlichen Consequenz seiner Verkehrtheit erschöpfend darlegt. Als Beispiel dieses Humors der Gründlichkeit wird das kleine Werk eine eigenthümliche Stelle behaupten neben den wenigen polemischen Musterstücken unserer Literatur. Das dreizehnte oder Schlusscapitel aus demselben: „Von den letzten Thaten, dem Tode und der wunderbaren Wiederbelebung unseres Helden,“ (Bd. VIII. S. 89 ff.) welches der ursprüngliche Abdruck nur bruchstückweise enthält (S. 128 ff.), ist zwar im Manuscripte noch vollständig vorhanden; doch bleibt es, aristophanischer Derbheiten voll, auch jetzt kaum mitzutheilen.